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Revision der Ortsplanung

Geschätzte Einwohnerinnen und Einwohner

Der Gemeinderat lädt interessierte Personen, Gruppierungen und Parteien ein, sich aktiv am Prozess zur Revision der Ortsplanung zu beteiligen.

Es spielt keine Rolle, ob das Thema Ortsplanung für Sie Neuland ist, oder ob Sie vom Fach sind, ob Sie noch zur Schule gehen oder pensioniert sind, ob Sie stimmberechtigt sind oder nicht, ob Sie Ideen ein­bringen oder die erarbeiteten Zwischenergebnisse beurteilen möchten: Ihre Meinung interessiert uns. Je bunter die Gruppe der Teilnehmenden, umso interessanter sind die Diskussionen.

Informieren Sie sich über den Prozess zur Revision der Ortsplanung in diesem Wiki und diskutieren Sie mit. (Was ist ein Wiki ?)

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Nützliche Informationen

Warum ist eine Ortsplanungs-Revision nötig?

Am 3. März 2013 hat sich die Schweizer Stimmbevölkerung für die Revision des Raumplanungsgesetzes ausgesprochen. Der Bundesrat hat das revidierte Raumplanungsgesetz auf den 1. Mai 2014 in Kraft gesetzt.

Danach hatten die Kantone fünf Jahre Zeit, um ihre Richtpläne anzupassen. 2017 hat der Bundesrat den Richtplan des Kantons St.Gallen ( Text, Karte ) genehmigt.

Seit dem 1. Oktober 2017 ist im Kanton St.Gallen ausserdem das neue Planungs- und Baugesetz (PBG) in Kraft. Darin sind alle für das Bauen im Kanton St. Gallen wichtigen Bauvorschriften enthalten.

Die Gemeinden müssen nun ihre Planungsinstrumente wie Zonenplan, Schutzverordnung, Richtplan und Baureglement an die neuen Bestimmungen des Bundesrechtes und des kantonalen Rechtes über die Raumplanung anpassen. Dazu haben sie zehn Jahre Zeit.

Das Gesetz verlangt, dass die künftige Siedlungsentwicklung in erster Linie in den bestehenden Bauzonen erfolgt. Dieser Wechsel in den Grundauffassungen der Raumplanung stellt die Planungsbehörden vor anspruchsvolle Aufgaben.


Ihre Kommentare, Anregungen und Fragen zu dieser Seite

Diskussion

anonym, 06/04/2021 15:40, 06/04/2021 15:45

:!: Hopp mitenand

Wie bereits von mir geschildert hat der Verkehr an der Zinggenstrasse seit der Einführung der 30er Zone an der Nefenstrasse stark zugenommen. Vor allem der Schwerverkehr hat dadurch zugenommen. Zu diesem Thema gibt es, wie gesagt, sogar einen Zeitungsartikel vom Tagblatt. Die Verkehrsmessungen unserer Gemeinde belegen, dass der Verkehr um 25% und der Schwerverkehr um sage und schreibe 350% (2010: 24Stk., 2014: 86 Stk.) zugenommen hat. Dies beweist, dass die subjektive Wahrnehmung der Anwohner der Zinggenstrasse, welche sich vermehrt über den Strassenlärm beschweren, korrekt ist.

Was für mich besonders stossend ist, dass die Nefenstrasse eine Sammelstrasse mit Tempo 30 ist und die Zinggenstrasse eine Erschliessungsstrasse mit Tempo 50.

Des Weiteren zeigt der neu aufgeschaltete Lärmkataster, dass bei vielen Gebäuden der Zinggenstrasse bereits Grenzwerte überschritten werden und der Rest sehr nahe am Grenzwert. Gemäss Lärmschutzverordnung Art. 13 ist die Gemeinde verpflichtet bei Grenzüberschreitungen zu handeln. Und den Lärm Idealerweise an der Entstehung zu vermindern. Ein bewährtes Mittel dazu, ist die Einführung einer 30er Zone.

Es ist also mehrfach bewiesen das man hier handeln sollte.

Für mich ist es sehr erstaunlich wie Visionär die Zinggenstrasse bereits in den 80er Jahren umgesetzt wurde. Die Gemeinde hat hier sehr vorrausschauend geplant. Die Zinggenstrasse und Balgacherstrasse erfüllt nämlich bereits alle Vorgaben an eine 30er Zone, welche viel später definiert wurden. Es sind nur Rechtsvortritte vorhanden, es wurde kein Trottoir über Kreuzungen gezogen und es gibt keine Zebrastreifen. Alles was baulich gemacht werden muss sind Eingangstore mit 30er Tafeln zu errichten. Davon können viele Gemeinden nur träumen, welche zum Teil Trottoirs wegspitzen mussten, um Tempo 30 einführen zu können.

Widnau hat bereits mehre freiwillig Tempo 30 Tafeln an der Zinggenstrasse aufgestellt. Es ist also auch das Ziel der Gemeinde das hier 30 und nicht 50 gefahren wird. Daher kann ich nicht verstehen wieso hier nicht einfach Tempo 30 eingeführt wird, wenn der Aufwand so gering ist.

Können Sie mir das bitte erklären?

Wie könnte man dieses Problem ohne Tempo 30 lösen? Denn gemäss Gesetz muss es gelöst werden. Und wenn nicht während einer Ortsplanungsrevision, wann dann?

Vielen Dank für Ihre Erklärung!

P.S. Der Lärmschutz ist ein wichtiges Thema und sollte einen eigenen Abschnitt in der Ortsplanung haben.

anonym, 02/04/2021 14:16, 02/04/2021 15:19

:!: Guten Tag, wenn ich die Ortsplanung richtig interpretiere, ist geplant das Gewässer „Ländernach“ beidseits des unterführenden Tunnels zu renaturieren. Gibt es hierfür schon einen konkreteren Plan betreffend Gestaltung und Umsetzungszeitraum? Werden direkt anliegende Grundstückbesitzer (z.B. Frauenäckerstrasse) miteinbezogen oder vorinformiert werden bei der Planung? Freundliche Grüsse

anonym, 17/03/2021 17:14, 17/03/2021 18:41

:!: Hopp mitenand. Ich habe kürzlich von einem Projekt gehört, wo es um einen Warenumschlagplatz geht (Art von Bahnhof) für Container im Bereich Industrie Nöllen… Ist dies ein Gerücht oder gibt es hier tatsächlich eine Absicht im Bereich der Firma SAW einen Umschlagplatz für Container (Verladen von Zügen auf Lastwagen und umgekehrt) zu erstellen? Anschlussfrage: Inwiefern wird der Eisenbahnverkehr im und ums Dorf in die Verkehrsplanung mit einbezogen? Bedeutet dies, dass die Bahnstrecke Nöllen - Bahnhof Heerbrugg ausgebaut wird? Auch würde mich interessieren ob ein Plan dieses Umschlagsplatzes auf dieser Wiki-Seite ersichtlich ist in einem der Konzepte?

Herzlichen Dank im Voraus für eine Antwort.

anha, 23/03/2021 09:44, 24/03/2021 19:46

:!: Das was Sie gehört haben, ist kein Gerücht. Die Firma SAW Schmitter AG betreibt nach durchgeführtem Baubewilligungsverfahren auf ihrem Areal einen Container-Umschlagplatz. Ein Plan des Container-Umschlagplatzes ist im wiki nicht publiziert, da es sich um ein privates Bauvorhaben handelt. Weitere Informationen dazu finden Sie unter folgendem Link: https://www.saw.ch/logistik/containerterminal/ Das Industriegeleise wurde 1924 von der Viskose erstellt. Es erschliesst die Industriebetriebe im Gebiet Nöllenstrasse und Viscoseareal. Ein Ausbau des Anschlussgeleises ist nicht geplant.

anonym, 11/03/2021 19:30, 11/03/2021 19:55

:!: Hallo Ich möchte gerne Wissen ob die Gemeinde bereits Massnahmen zur Verkehrsberuhigung bzlg. Schwerverkehr an der Balgacher-/Zinggenstrasse plant?

Es geht mir um die Lastwagen, welche vom Autobahnzubringer kommen und von der Bahnhofstrasse in die Balgacher-/Zinggenstrasse abzweigen, welche sie als Abkürzung zur Leica und Balgach nutzen. Und das selbe natürlich in umgekehrter Richtung.

Die Zinggenstrasse ist gemäss Widnauer Verkehrsplan 2020 eine Erschliessungsstrasse. Also unterste Hierarchiestufe mit klarem «Siedlungscharakter». Die Bahnhofstrasse ist eine Hauptstrasse, also oberste Hierarchiestufe der Netzhierarchie.

Das mehr als hundert Lastwagen täglich durch das Quartier der Balgacher-/Zinggenstrasse donnern widerspricht also klar dem Widnauer Verkehrsplan.

Als Anwohner musste ich auch feststellen das seit der Tempo 30 Einführung an der Nefenstrasse sich die Situation deutlich verschlimmert hat. Die Nefenstrasse ist eine Sammelstrasse und direkt, mittels Nefenkreisel mit der Hauptstrasse verbunden. Früher sind die Lastwagen hier durchgefahren, um von der Hauptstrasse abzukürzen. Was auch nicht richtig ist. Lastwagen sollten möglichst auf der Hauptstrasse bleiben, auch wenn der Weg, wie in diesem Fall, eine Minute länger ist. Es scheint so, als ob die Gemeinde Au diese Problematik erkannt hat und deswegen Tempo 30 mit horizontalen Versätzen an der Nefenstrasse eingeführt hat. Welche für den Schwerverkehr sehr viel mühsamer sind als die vertikalen Versätze an der Balgacherstrasse. Seitdem fahrt der Schwerverkehr also durch das Widnauer Quartier an der Balgacher-/Zinggenstrasse. Und das seit bereits mehr als 8 Jahren. Darüber gibt es sogar einen Zeitungsbericht im Tagblatt: https://www.tagblatt.ch/ostschweiz/rheintal/vor-allem-die-moebel-ecken-an-ld.221690 Wieso wird also kein Schwerverkehrsverbot (Zubringer Dienst gestattet) an der Balgacher-/Zinggenstrasse eingeführt? Desweiteren wäre es auch nur vorrausschauend, da die Wirkungsanalyse der Mobilitätsstrategie St.Galler Rheintals (Seite 131) ergeben hat, dass die Balgacher-/Zinggenstrasse um über 20% stärker belastet wird, wenn die geplante Netzkonzeption eingeführt wird. Und die Balgacher-/Zinggenstrasse ist bereits für eine Quartierstrasse mit über 2500 Fahrzeugen am Tag sehr stark belastet (siehe Belastungsplan DWV 2013). Widnau hat in den letzten Jahrzenten bereits sehr viele vorbildliche bauliche Massnahmen unternommen um diesen Strassenabschnitt zu beruhigen. Was aber leider nur dazu geführt hat, das die Balgacher-/Zinggenstrasse wie eine ruhige Quartierstrasse aussieht, es aber nicht ist. Es ist gemäss Google Maps einfach der schnellere Weg nach Balgach von der Autobahn. Das wird sich nur ändern, wenn auf dieser Strecke Tempo 30 gilt. Dann ist nämlich die Hauptstrasse wieder der schnellste Weg. Ziemlich einfach nachzurechnen. Ich finde es gut und richtig das Widnau in erster Linie auf bauliche Massnahmen setzt und nicht einfach Flächendeckend Tempo 30 einführt. Nur reichen diese anscheinend nicht aus um den Verkehr so zu verlangsamen, dass die Hauptstrasse schneller ist. Sonst würde Google Maps, (welches auf Geostatistik basiert die Route berechnet, und damit die Massnahmen miteinberechnet) diesen Weg nicht vorschlagen. Eigentlich ist es ziemlich klar das Widnau hier der Gemeinde Au und auch Balgach, welche zur Zeit am anderen Ende dieser Strasse eine Tempo 30 Zone einführt, folgen muss, umso das westliche Siedlungsgebiet von Widnau wieder attraktiv zu gestallten. Hierbei muss natürlich das ganze Quartier in eine Tempo 30 Zone gewandelt werden, damit sich nicht neue Schleichwege ergeben. So wie das Au bereits vor Jahren und Balgach zur Zeit macht. Tempo 30 wäre hier auch für die Natur sinnvoll, da sich diese vielbefahrene Strasse direkt an einem Naturschutzgebiet von nationaler Bedeutung liegt. Zitat Widnauer Analysebericht zur Ortsplanung: «Als Besonderheit mit höchstem ökologischem Wert weist der Übergangsraum die Am-phibienschutzgebiete Moosanger und Höchstern (grün) von nationaler Bedeutung auf. Auch gehört dieses Gebiet zur Naherholungszone von Widnau. Über Tempo 30 lässt sich hier streiten, aber über ein Verbot für Schwerverkehr müsste der Fall eigentlich klar sein. Plant Widnau also etwas bzgl. dieser Problematik?

Vielen Dank für Ihr Feedback!

anha, 23/03/2021 11:33, 24/03/2021 19:48

:!: Als Verkehrsberuhigungsmassnahmen bestehen bei den beiden Kreuzungen (Zing-genstrasse/Feldstrasse und Balgacherstrasse/Rietstrasse) „Knotenerhöhungen“ sowie ein Eingangstor an der Gemeindegrenze Balgach/Widnau. Im Jahre 2016 wurde auf der Zinggenstrasse zusätzlich eine weitere Verkehrsverengung realisiert. Alle diese Massnahmen haben sich in der Praxis bewährt. Der Verkehr verlangsamt sich in diesen Bereichen. Im Übrigen gilt auf der Ländernachbrücke eine Gewichtsbeschränkung von 28 t. Damit ist die Durchfahrt für den LKW-Verkehr eingeschränkt. Gemäss unserem Verkehrsplan hat die Zinggenstrasse (Gemeindestrasse 1. Klasse) die Funktion einer Erschliessungsstrasse und die Balgacherstrasse (Gemeindestrasse 1. Klasse) diejenige einer Sammelstrasse. Verkehrsmessungen aus dem Jahr 2014 weisen am Standort: Zinggenstrasse 12 im April 2014 einen DTV von 2688 Fahrzeugen auf; davon waren 3,6 % LKWs. Damit wir Klarheit haben, wie sich der Verkehr im Laufe der Jahre entwickelt hat, werden wir erneut Verkehrsmessungen durchführen. Da-mit wir realistische Ergebnisse erhalten, können diese jedoch erst stattfinden, wenn sich die Corona-Situation stabilisiert bzw. die Homeofficepflicht aufgehoben ist und sich die wirtschaftliche Situation normalisiert hat. Derzeit laufen auf Gemeindeebene keine weiteren Planungen betreffend einer zusätzlichen Verkehrsberuhigung auf der Zinggen- oder Balgacherstrasse. Bezüglich einer überkommunalen Lösung sei angemerkt, dass im Rahmen des Agglo-Programms Rheintal es Überlegungen gibt, wie das „Leica-Areal“ über die Rietstrasse (Balgach-Diepoldsau) besser an die Autobahn angebunden werden kann. Lösungen sind jedoch erst langfristig zu erwarten.

anonym, 30/03/2021 21:09, 30/03/2021 22:23

:!: Ich glaube hier liegt ein Missverständnis vor. Im vorherigen Text habe ich und das Tagblatt beschreiben, wieso der Schwerverkehr an der Balgacher-/Zinggenstrasse aufgrund der 30er Zone an der Nefenstrasse zugenommen hat. Sie sagen, um dies zu belegen, benötigen sie zusätzliche Messungen. Die Umsetzung der 30er Zone an der Nefenstrasse war bereits 2013. Ihre letzte Messung war im Jahr 2014. Sie haben diesen Effekt also bereits gemessen. Es stellt sich also die Frage was war das Messresultat vor 2013?

Daher bitte ich Sie den DTV an der Zinggenstrasse (inkl. Schwerverkehrsanteil) vor 2013 bekanntzugeben?

Vielen Dank!

anha, 06/04/2021 10:19, 06/04/2021 10:49

:!: Die vorhandenen Verkehrszählungen zeigen folgende Frequenzen:

Balgacherstrasse

  • Messstelle: Balgacherstrasse 21
  • Jahr: 2010
  • DTV: 1902
  • LKW-Anteil: 1,3%

Zinggenstrasse

  • Messstelle: Zinggenstrasse 12
  • Jahr: 2014
  • DTV: 2540
  • LKW-Anteil: 3,4% (evtl. Zunahme aufgrund Baustelle „Fuchsloch“)
anonym, 03/04/2021 10:11, 03/04/2021 15:55

:!: Hallo zusammen , mir ist es ein großes Anliegen das hier in der zinggenstrasse etwas passiert ! Ich wohne nun seit gut 2 Jahren hier und mir ist es aufgefallen das hier täglich massiv Lkw‘s durchfahren sollte das hier nicht eine verkehrsberuhigte Straße sein ? Wenn man hier am Straßenrand fast erfasst wird wenn man was aus oder in das Auto einläd ! Des weitern finde ich die Geschwindigkeit massiv steigend hier . Man hat ja Angst über die Straße zu gehen … und die Kinder hier sind massiv gefährdet. Hier muss schleunigst gehandelt werden .

anonym, 31/01/2021 12:09, 10/02/2021 23:06

:!: Grüezi, inwiefern hat Ortsplanung auch mit Lärmschutzplanung zu tun, bspw. in Bezug auf Fluglärm? Praktisch wöchentlich, teilweise mehrmals täglich dreht ein Sportflieger seine Kapriolen über Widnau. Gemäss BAZL ist dies legitim. Der Flugplatz Altenrhein kann nichts unternehmen und das Fliegermuseum Altenrhein findet für dieses Anliegen kein Gehör, obwohl es deren Flugzeuge betrifft. Mich würde interessieren, ob sich auch andere Bewohner dadurch gestört fühlen. Eine Gefährdung der Bewohner eines Wohngebietes ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Besten Dank.

anha, 10/02/2021 13:37, 10/02/2021 23:06

:!: Die Ausscheidung von Flugverbotszonen über Widnau oder Teilen davon ist im Rahmen der Revision der Ortsplanung nicht zulässig. Gemäss Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) gilt für Flugzeuge über dicht besiedeltem Gebiet eine Mindestflughöhe von 300 m über Grund und im nicht besiedeltem Gebiet eine solche von 150 m. Es gibt für Flüge keine zeitlichen Einschränkungen während des Tages. Dies bedeutet, dass der Lärm des „Sportfliegers“ zu tolerieren ist. Falls Sie den Piloten des Sportfliegers oder dessen Aviatikverein kennen, wäre vielleicht ein klärendes Gespräch zur Reduktion der Lärmimmissionen förderlich.

anonym, 26/02/2021 11:56, 26/02/2021 11:58

:!: Du bist nicht der einzige, der sich massiv gestört fühlt. Hier ist es ein ganzes Quartier, dass den Fluglärm kaum mehr aushält. Es gibt Leute, die benutzen deshalb tägsüber Oropax und/oder einen Gehörschutz. Kein Witz!

Es sind nicht nur die Kunstflieger und Helikopter. Warum z.B. eine Turbo Porter (Pilatus PC-6) praktisch jeden Tag 3.5 Stunden über Widnau kreist ist uns allen ein grosses Rätsel. Richtig: 3.5 Stunden, praktisch jeden Tag! Es ist zum wahnsinnig werden.

anonym, 19/03/2021 15:00, 24/03/2021 19:46

:!: Hallo, „Es sind nicht nur die Kunstflieger und Helikopter. Warum z.B. eine Turbo Porter (Pilatus PC-6) praktisch jeden Tag 3.5 Stunden über Widnau kreist ist uns allen ein grosses Rätsel. Richtig: 3.5 Stunden, praktisch jeden Tag! Es ist zum wahnsinnig werden.“

Da würde ich doch mal auf die Fallschirmspringer aus Hohenems tippen. Ich würde doch dort mal anfragen, ob nicht verschiedene Start und Lande Anflüge möglich sind.

LG

anonym, 24/03/2021 16:28, 24/03/2021 19:47

:!: Bei den lästigen lärmenden Akrobatik Fliegern über Widnau handelt es sich meisten um wiederkehrende Übeltäter, die diesen ekelerregenden Lärm verursachen. Die Kennzeichen der Verursacherflieger sind aus dem App: - Flightradar24 - mit den Kennzeichen zu eruieren: HB-KHN, / HB-HMU, / N9750N, / HB-KMN, / EA230 N9750N

anonym, 18/12/2020 14:38, 26/02/2021 11:58

Die Ortsplanung Widnau darf nicht nur durch eine kleine Gruppe, welche sich für eine „urbane“ Verdichtung ausspricht, dominiert werden. Vielmehr soll die (noch) hohe Wohn- und Lebensqualität im Fokus bleiben und stehen und als Grundsatz verfolgt werden.

Es wäre wünschenswert, dass auch Meinungen von Kritikern miteinbezogen werden, so dass keine einseitige Planung entsteht.

anha, 23/12/2020 15:26, 26/02/2021 11:59

Gemäss dem neuen Planungs- und Baugesetz (PBG) gehört die Ortsplanung zu den Aufgaben des Gemeinderates. Die Gemeinden haben innert 10 Jahren seit Inkraft-treten des PBG den Zonenplan und das Baureglement an das neue PBG anzupassen. Im Hinblick auf die Komplexität der Aufgaben hat der Gemeinderat eine einfache und effiziente Projektorganisation gewählt in der auf verschiedenen Stufen eine intensive Diskussion der verschiedenen Themen erfolgt. Eine kleine Arbeitsgruppe bestehend aus Behördenmitgliedern und Mitarbeitenden aus der Verwaltung bearbeitet zusammen mit dem Raumplanungsbüro für die verschiedenen Aufgaben Lösungsvorschläge. Diese werden nachher einem eingesetzten Fachrat, in dem externe Architekten und Fachplaner Einsitz haben, zur kritischen Beurteilung vorgelegt. Anschliessend wird das Schlussergebnis im Gemeinderat diskutiert und falls nötig darüber entschieden. Schlussendlich erfolgen die Kommunikation und die Mitwirkung der Öffentlichkeit. Sobald es die Situation erlaubt, wird der Rat dann gerne zu Live-Veranstaltungen und Diskussionen einladen.

Die Mitwirkung und die Kommunikation über den Verlauf der Ortsplanungsrevision sind dem Gemeinderat sehr wichtig. Leider liess Covid-19 die geplanten Informationsveranstaltungen und Stammtischrunden im 2020 nicht zu. In diesen Formaten hätte der Rat gerne den direkten Austausch mit den Einwohnerinnen und Einwohnern gepflegt. Infolge der anhaltenden Covid-19-Situation sehen wir vor, im nächsten Jahr zusätzlich digitale Informationsanlässe zu organisieren, um über den Stand der Ortsplanung zu informieren.

anonym, 08/12/2020 14:20, 26/02/2021 11:59

Hopp mitenand Im vorgezeichneten Gebiet „der hohen Dichten an Wohnnutzung“ finden sich kaum Verweilweilort/-plätze. Deshalb folgenden Vorschlag: Freihalten des Areals des ehemaligen Schulhauses Nefenfeld als Verweilort (mit entsprechender Gestaltung Spielplatz/Freizeitsportmöglichkeit in kleinerem Rahmen, allenfalls Pavillon/Begegnungsmöglichkeit für alle Generationen, insbesondere auch grüne Schattenspender (kein Platz wie beim Manor/Post Heerbrugg). Die hohe Dichte an Wohnraum bedarf meines Erachtens ebenfalls solcher Grün-/Verweilzonen zumal die Bauherrschaft von Wohnblocks kaum solche Anlagen für die Allgemeinheit erstellt und sich das Areal bereits im Besitz der Gemeinde befindet ist die Umsetzung relativ kostengünstig zu verwirklichen.

anonym, 24/11/2020 08:16, 23/12/2020 15:39

Widnau braucht eine Autobahnausfahrt Nord- und Süd. Somit würde man den Verkehr nach Diepoldsau ein wenig entlasten - zusätzlich wäre das ein Vorteil für die Industrie.

anha, 16/12/2020 11:48, 26/02/2021 11:59

Im Zusammenhang mit der Erneuerung der Rheinbrücke, welche Au und Lustenau verbindet, wird geprüft, wie der Verkehrsfluss verbessert werden kann. Hiezu gehört auch eine allfällige Entflechtung der Autobahnein- und -ausfahrten mit dem Zoll in Au. Zur Verkehrsentlastung des Dorfzentrums von Au wurde das Projekt: direkte Anbindung der Espenstrasse ab Oberfahr an das Anschlussbauwerk der A13 ins Agglomerationsprogramm Rheintal aufgenommen.

Zur Verbesserung der Situation in Diepoldsau werden Lösungen im Rahmen der Netzstrategie für den Raum Diepoldsau, Hohenems, Altach, Mäder, Kriessern (DHAMKI) evaluiert. Details zu diesem Projekt gibt es auf der Homepage: https://www.agglomeration-rheintal.org/de/agglomerationsprogramm/mobilitaet.html.

Eine eigene Autobahnausfahrt Nord und Süd für Widnau ist unrealistisch.

Die Planungshoheit für Nationalstrassen liegt beim Bund.

brwe, 29/07/2020 11:39

Namensnennung in Diskussionsbeiträgen:

Die Diskussionsbeiträge im Ortsplanungs-Wiki sind anonym. Um eine Frage zu stellen, einen Vorschlag zu machen oder eine Meinung kundzutun, sind keine persönlichen Angaben nötig.

Bitte nennen Sie auch in Ihrem Beitrag Ihren Namen nicht, denn wir können keine Identitätsprüfung machen, deshalb wären falsche Namensnennungen nicht erkennbar. Ihr Beitrag ist uns auch ohne Namensnennung wichtig. Besten Dank.

anonym, 21/07/2020 13:50, 21/07/2020 14:47

Ich möchte vorerst einige Tatsachen zur Weltlage sagen:

Vor wenigen Tagen zeigte man am TV die prekäre Lage der Insekten. Forschungen in Deutschland zeigen ein düsteres Bild. Schuld sind grosse Verluste an Lebensräumen, wegen Pestiziden und riesige Monokulturen in der Landwirtschaft.

Im Migros-Magazin wird die schwierige Lage der Wale und der Fische in den Weltmeeren erwähnt. Unterwasserlärm und andere Einflüsse verunsichern die Wale, zudem werden die Fische zu intensiv ausgefischt. Plastikmüll und Mikroplastik verschmutzt das Meer.

Die Biodiversität (Naturvielfalt) ist in einem desolaten Zustand. Viele Tiere und Pflanzen setzt man auf „Rote Listen“. Beachten sie meine Feststellung in meinem beiliegenden Leserbrief der ausgemerzten Vogelarten nur von unserem Rheintal. Wir, der Homo sapiens hat das fertiggebracht.

Magerwiesen und Moore haben wir massiv zurückgedrängt und damit spezielle Tiere und Pflanzen zum aussterben oder fast zum aussterben gebracht.

Kürzlich konnte man, auch am TV, das massive Abholzen der Wälder in Rumänien und anderen Staaten beobachten. Mit dem Holz werden zum Teil Billigmöbel, quasi Wegwerfmöbel mit kurzer Lebensdauer hergestellt. Was mit dem Urwald in Brasilien geschieht ist zum Schreien.

Nebst verschiedenen Ursachen sind diese Zustände besonders dem Bevölkerungswachstum zuzuschreiben. Jährlich leben gegen 80 Millionen Menschen mehr auf unserem nicht grösser werdenden Erdball. Ich wünsche mir , dass die Regierungen, die UNO, die Hilfswerke, die Kirchen(Religionen) dieses Wachstum stoppen können. Bravo: Die reine schweizerische Bevölkerung hat 2019 ganz leicht abgenommen. Der Geburtenüberschuss der Ausländer hat aber zu einem weitern Wachstum geführt.

Bitte beachten sie meinen separat per E-Mail zugesendeten Leserbrief https://widnau.org/projekte/lib/exe/fetch.php?media=wiki:projekt_revision_ortsplanung:qualitative_gesundschrumpfung.pdf.

anonym, 27/07/2020 18:15, 28/07/2020 18:11

Dem sehr gut geschilderten, leider wahren Istzustand auf diesem Planeten und der nüchternen und erschreckenden Analyse zu dem Zustand unserer Umwelt ist nichts hinzuzufügen. $Der Inhalt könnte höchstens noch um unzählige Fakten, Berichte und aktuelle Zustände erweitert werden.

Einzig Handeln kann dem unaufhaltsamen Zerfall und letztlich dem Kollaps noch entgegenwirken. Mit der Revision der Ortsplanung ist haben wir es in der Hand, dass Handeln auf lokaler, bestenfalls regionaler Ebene möglich wird. Wenn im Zuge der neuen Ortsplanung die richtigen Entscheide gefällt werden, kann diese Generation, sicher aber die nächste Generation vieles zum Guten wenden.

Der Verlust an Biodiversität ist das eine. Hier gibt es Zahlen und Fakten, die kein Aufschub mehr vertragen. Selbst der Kanton sieht dies als erwiesen an. In seiner Strategie 2018-2025 fest: «Die Sorge um die Zukunft der Naturwerte ist berechtigt». Der Kanton beschloss entsprechende Massnahmen.

  • Attraktive Lebensraumvielfalt durch Sanierung, Förderung Schaffung und Aufwertung
  • Reichhaltige Artenvielfalt durch Erarbeiten und Umsetzen von Förderprogrammen
  • Optimierung des Vollzuges: Überprüfen von Verordnungen und Einleiten von Massnahmen.

Dies Alles muss allerding auch durch die Gemeinden verordnet und umgesetzt werden.

Die Sorge um das Klima ist das andere. Die Schweiz hat sich verpflichtet mitzuhelfen, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Gard zu senken. Hier ist die Besorgnis noch nicht bei Allen angekommen. Wenig bis gar nicht wurde bis heute dem engegengesetzt. Hochwasser wird das wohl am gravierenste Problem unserer nahen Zukunft sein. Dicht gefolgt von Hitzewellen und Dürren, die uns dazu zwingen werden, unseren Lebensstandard, unsere Lebensweis anzupassen, respektiv ungewohnt zu ändern.

Was beide Szenarien und weitere, hier nicht aufgeführten, für Auswirkungen haben werden, lässt sich leider nur erahnen. Darum gilt auch hier, global denken und lokal handeln.

Meine Hoffnung ist, dass sich möglichst viele Widnauer/innen mit diesen Themen auseinandersetzen. Im bevorstehenden Findungsprozess kann sich jederman/frau mit Ideen/Forderungen einbringen und die Chance nutzen, der Gemeindeführung aufzuzeigen, was für uns und unsere nächste Generation wichtig und richtig ist.

Dem Gemeindegremium wünsche ich die nötige Weitsicht, den Mut und den Durchhaltewillen, die nötigen Veränderungen aufzugleisen und umzusetzen.

anonym, 11/07/2020 12:40
Respekt! Diese Art der Bürgerinnenbeteiligung hätte ich mir schon längst gewünscht. Statt der drögen Infoabende mit 20 Nasen. Danke!
anonym, 11/07/2020 14:27, 13/07/2020 11:16
Zwei Kommentare zum Thema "IP-Adressen":

Anonym? Weshalb wird denn die IP Adresse gespeichert? So ist es z.B. über Rhi Seez Net ein Kinderspiel, die Personen herauszufinden. Viele Grüsse vom Datenschützer!

Wie anyonym sind die Beiträge nun wirklich?
Ich erkenne in den Usernamen eine IP Adresse.
Der Datenschützer lässt grüssen ... :-(
brwe, 13/07/2020 18:17
Vielen Dank für Ihren Hinweis!

Es war ungeschickt von uns, die Anzeige der IP-Adresse zu belassen und damit Ängste heraufzubeschwören. Wir haben das geändert.

Die Frage, ob die IP-Adressen Personendaten darstellen, wird in der Literatur seit langem kontrovers diskutiert. Eine IP-Adresse identifiziert ja nur einen Internetanschluss, z.B. einen Haushalt, ein Restaurant oder ein Unternehmen, nicht aber ein einzelnes Familienmitglied, einen Gast oder eine MitarbeiterIn. Ausserdem sind die meisten IP-Adressen dynamisch, weshalb z.B. einem Haushalt nicht immer die gleiche IP-Adresse zugeordnet ist. Diese Daten darf ein Internet Service Provider wie z.B. Rii Seez Net auch nur im Rahmen einer Strafuntersuchung bekannt geben.

Allerdings hat das Bundesgericht in einem Urteil vom 8. September 2010 [[https://www.servat.unibe.ch/dfr/bge/c2136508.html]] festgehalten, dass IP-Adressen unter Umständen als Personendaten im Sinn des (Schweizer) Datenschutzgesetzes zu betrachten sind.

Das bedeutet nun aber nicht, dass die Anzeige der IP-Adresse (wie das in vielen Wikis üblich ist) in jedem Fall eine Verletzung des Datenschutzgesetzes darstellt. Aber in unserem Fall ist es sicher angezeigt, Ihrem Hinweis zu folgen und die Anzeige zu ändern.
anha, 15/07/2020 11:04
Wir versuchen einen neuen Weg zu gehen, um die Einwohnerinnen und Einwohner in die umfangreichen Arbeiten der Ortsplanungsrevision einzubeziehen.

Mit unserem Ortsplanungs-Wiki erhält die Bevölkerung die Möglichkeit, laufend Ideen und Anregungen einzubringen und unsere Vorstellungen und Zielsetzungen für die Ortsplanungsrevision zu kommentieren. Wir freuen uns, wenn auf unserem Ortsplanungs-Wiki ein konstruktiver Informationsaustausch entsteht.
anonym, 14/06/2020 13:01
Gibt es in Widnau schon Strassen mit einer 30-iger Tempobegrenzung - und wenn nein, warum nicht?
anha, 24/06/2020 16:10
Der Gemeinderat hat sich vertieft mit der Einführung von Tempo 30-Zonen auseinander gesetzt. Er hat auch die verkehrstechnischen Rahmenbedingungen und die Erfahrungen in anderen Gemeinden im Kanton St. Gallen ausgewertet. Angesichts der Auflagen, die im Kanton St. Gallen mit der Einrichtung einer 30er-Zone verbunden sind, hat sich der Rat gegen die flächendeckende Einführung solcher Zonen entschieden. Er verfolgt vielmehr die Strategie, an gefährlichen Stellen und Strassen-abschnitten mit punktuellen, massgeschneiderten Massnahmen (z.B. Verengungen) gezielt die Fahrgeschwindigkeit zu reduzieren. Mit der Wahl der richtigen Abstände zwischen den verschiedenen Elementen kann die Geschwindigkeit über längere Distanzen reduziert werden. Dieses System wird in Widnau schon seit Jahren konsequent umgesetzt. Mit Tempomessungen kontrolliert und evaluiert die Gemeinde ihre Massnahmen zur Verkehrsverlangsamung und –verstetigung. Und die Messungen belegen: Die Massnahmen zeigen Erfolg.
anonym, 12/11/2020 19:35, 24/03/2021 19:48

Ich bin der Meinung, dass mit Verengungen leider mehr Gefahr als Entlastung erzeugt wird. Als täglicher Buspendler habe ich an der Verengung Rheinstrasse - Girlen (Haltestelle Girlen) schon haarsträubende Beobachtungen machen müssen. Die Verengungen haben eher den Effekt, dass vor dem Gegenverkehr noch schnell Gas gegeben wird bei oftmals gleichzeitiger Nichtbeachtung eines Fussgängers, der wartend am Zebrastreifen steht.

Ausserdem sehe ich nicht, dass Verengungen die Geschwindigkeit -wiederum auf der Rheinstrasse - nachhaltig zu reduzieren vermag. Dafür sind die Verengungen zuweit auseinander.

Abschliessend ist mir nicht ganz klar, weshalb Widnau in Sachen 30er-Zone einen eigenen Weg beschreiten muss, wo doch die 30er-Zonen in den Nachbargemeinden florieren und auch bei der Bevölkerung beliebt sind, zumal diese Gemeinden die Implementierung solcher Zonen wohl ebenfalls vorgängig sondiert haben - sprich Erfahrungen anderer Gemeinden ausgewertet haben.

anha, 24/11/2020 15:56, 24/03/2021 19:48

Was die Schaffung von Tempo 30 Zonen betrifft, verfolgen wir in Widnau eine andere Strategie als andere Gemeinden. Wir möchten den Verkehr an gefährlichen Stellen mit punktuellen, massgeschneiderten Massnahmen verlangsamen. Diese Lösungen werden in Widnau seit Jahren umgesetzt und haben sich bewährt. Dies zeigen Geschwindigkeitsmessungen oder Unfallstatistiken. Es ist aber kein „Allerheilmittel“. Die von Ihnen angesprochenen, gefährlichen Situationen gibt es tatsächlich. Dies hängt damit zusammen, dass die Verkehrsberuhigungselemente relativ weit auseinander liegen. Im Rahmen der Sanierung der Neugasse prüfen wir den Einbau von einem neuen Verkehrsberuhigungselement, das die Velofahrer/innen gegenüber dem Autofahrer bevorzugen soll. Bei dieser Lösung würden die Velofahrer/innen direkt zwischen Trottoir und Verkehrsberuhigungselement durchfahren. Ein Abdrängen der Velofahrer/innen durch den Autofahrer vor der Verkehrsberuhigung wäre nicht mehr möglich. Eine solche Lösung würde die Sicherheit für die Velofahrer/innen stark verbessern.

anonym, 08/06/2020 23:15
Im detaillierten Analysebericht vom 8.11.2019 wird auf Seite 23 die Prognose gemacht, wonach Widnau bis im Jahr 2040 mit circa 1800 bis 1900 zusätzlichen Einwohnern zu rechnen hat und im Jahr 2017 noch 15,2 Hektaren unbebaute Bauzonenflächen existierten. Deshalb seien zusätzliche Einzonungen in dieser Ortsplanungsrevision nicht vorgesehen.

Vorweg zu sagen, "sei nicht vorgesehen", ist meiner Meinung nach falsch. Wir Widnauer sollten sehr wohl darüber diskutieren. 152`000 Quadratmeter Boden reichen gerade einmal für 300 durchschnittliche Einfamilienhäuser. Viel Boden in Bauzonen wird nicht genutzt. Diese Grundeigentümer gesetzlich zum Verbauen oder Verkaufen zu zwingen, ist zwar gesetzlich möglich, aber fragwürdig. Dazu kommt noch die für einen effizienten Vermietungsmarkt geringe Quote an Leerwohnungen, die optimal etwa 2% betragen sollte.

All das führt nur zu einer Strategie des Abwartens, statt des Handelns. Zusätzliche Zonen sind absolut notwendig und auch an der Zeit. Auch Junge Leute wollen bauen, oder ein Objekt mieten können!
anha, 24/06/2020 15:57, 24/06/2020 16:07
Innenentwicklung ist in Widnau nichts Neues. Seit Jahren verfolgt die Gemeinde erfolgreich diese Strategie des Wachstums innerhalb von klaren Siedlungsgrenzen. Für eine massvolle bauliche Entwicklung in der Gemeinde braucht es nicht zwingend mehr Bauzonenfläche. Ziel ist es, zusätzlichen Bewohnerinnen und Bewohnern im bereits überbauten Gebiet qualitativ hochwertigen Wohnraum anbieten zu können. Das funktioniert, wenn auf den noch nicht bebauten Grundstücken intelligente Wohnkonzepte entwickelt werden. Zur Überbauung gezwungen wird in Widnau niemand. Die Bautätigkeit ist schon heute auf einem sehr hohen Niveau.

Den Traum vom Eigenheim kann man sich - nicht nur in Widnau - nicht mehr so einfach erfüllen wie vor 30 Jahren. Mit der Annahme der Revision des Raumplanungsgesetzes 2013 hat sich die Schweizer Bevölkerung für einen verstärkten Schutz der Landschaft, gegen die Zersiedlung und für eine Konzentration der baulichen Entwicklung auf Orte mit guter öV-Erschliessung ausgesprochen. Das heisst: In erster Priorität soll die Entwicklung innerhalb des bestehenden Siedlungsgebiets gefördert und auf Neueinzonungen verzichtet werden. Dies zum Schutz der Landschaft und um unseren Enkeln auch noch unverbaute Flächen zu überlassen. Diesen Grundsatz gilt es nun auf Gemeindeebene mit Augenmass umzusetzen.

Der Gemeinderat ist überzeugt, mit den vorhandenen Bauzonenreserven auch noch für die nächste Planungsperiode (die nächsten 15 Jahre) genügend Handlungsspielraum zu haben. Schon heute werden mehr als die Hälfte der Bauvorhaben nicht auf der «grünen Wiese» realisiert, sondern es werden bestehende Bauten durch Neubauten ersetzt. Wenn es gelingt, diese stetige Siedlungserneuerung dazu zu nutzen, laufend die Wohn- und damit die Lebensqualität zu verbessern, dann gewinnen alle.
anonym, 27/06/2020 09:58, 27/06/2020 10:26
Theorie und Praxis sind leider nicht immer kongruent! Was ist massvoll? Wer entscheidet darüber? In der Schweiz hat zum Glück das Volk das letzte Wort und nicht die Träger von Amt und Würden. Es mag lobenswert sein, schon heute an die Enkel zu denken, doch sollten dabei die Kinder nicht ausgelassen werden. Es mag in der Theorie auf dem Blatt genügend Raum geben, dessen Nutzung durch die Eigentümer kann aber nicht einfach als Prämisse gesehen werden. Für ein Paar, das in einem Einfamilienhaus wohnt, mag die Lebensqualität stimmen, doch für eine 5-köpfige Familie in einer 4,5-Zimmer-Wohnung sieht die Ausgangslage wohl anders aus. Unsere Vorfahren haben sogenanntes "Übriges Gemeindegebiet" aus gutem Grund konzipiert, nämlich um ihren Kindern und Enkeln Boden für ihr Eigenheim und ihr Gewerbe zu hinterlassen. Der Quadratmeterpreis ist nicht irrelevant. Und zuletzt kann nicht einfach von "grünen Flächen" geredet werden. Eine Differenzierung ist immer klug. Was dient der Artenvielfalt mehr? Ein Haus mit zahlreichen und verschiedenen Bäumen, Sträuchern und Blumen, oder ein Feld, auf dem Mais gepflanzt wird?
anha, 29/06/2020 13:39
Das Volk hat die Rahmenbedingungen für das neue Raumplanungsgesetz angenommen. Der Kanton hat die Vorgaben im neuen Bau- und Planungsgesetz umgesetzt. "Übriges Gemeindegebiet" gibt es nicht mehr. Diese Art der "Reservestellung" ist abgeschafft.
anonym, 01/07/2020 21:51
Das kann so nicht gesagt werden. Das Volk hat die Teilrevision des Raumplanungsgesetzes vom 15. Juni 2012 angenommen. Der Kanton hat die Vorgaben im neuen Planungs- und Baugesetz vom 5. Juli 2016 umgesetzt. "Übriges Gemeindegebiet" gibt es noch und zwar bis auch die Politische Gemeinde Widnau über einen neuen Richt- und Zonenplan entschieden hat. Soweit ich weiss, existieren der Richtplan 2001 und der Zonenplan vom 27. Oktober 1994 mit Nachführungen bis 20. Oktober 2017 noch. Diese Pläne sind sogar gleich hier oben auf dieser Seite unter Dokumente aufgeführt. Ein Blick hinein lohnt sich allemal. Diese Art der "Reservestellung" ist nach kantonalem Recht durch neue Instrumente abgelöst worden. In Art. 7 Abs. 3 lit. a gewährt der Kanton den Gemeinden sogar, die Zonenarten im Rahmen des Erlasses weiter differenzieren zu können. Aber das ist ein kleines terminologisches Detail. Der Sondernutzungsplan ist wesentlicher. Nach innen zu verdichten ist und bleibt die Priorität, das bestreitet wohl kaum jemand, doch Widnau wächst schneller als der Rest der Region. Ein Sondernutzungsplan lehnt sich dem Gesetz nach an die Boden-Auslastung. Für visionäre Köpfe, wie wir Widnauer doch sind, lohnt es sich schon heute, darüber nachzudenken.
anonym, 26/06/2020 09:09
Die Kantone Neuenburg, Freiburg und Wallis haben einen Leitfaden "Siedlungsentwicklung nach innen mit 32 Beispielen für Verdichtung in der Schweiz" vorgestellt, der sich an die Gemeinden und die breite Öffentlichkeit richtet.

Ich finde die Broschüre sehr informativ und anregend, um sich mit der neuen Philosophie der Raumplanung (Verdichtung, Bauen nach innen, Aufwertung) vertraut zu machen.

Quelle: [[https://www.fr.ch/de/raum-planung-und-bau/raum/siedlungsentwicklung-nach-innen]]
anonym, 27/06/2020 08:06, 27/06/2020 09:32
Ich finde auch die Schweizer Plattform für Innenentwicklung und Verdichtung [[https://www.densipedia.ch/]] als Informationsquelle sehr nützlich.
anha, 29/06/2020 13:37
Auch das Amt für Raumentwicklung des Kantons St.Gallen hat eine Broschüre erstellt zum Thema: Siedlungsentwicklung nach innen (https://www.sg.ch/bauen/raumentwicklung/ortsplanung/siedlungsentwicklungnachinnen.html).
anonym, 08/06/2020 14:56
wo finde ich die Definitionen von:
- Sammelstrasse
- Erschliessungsstrasse
anonym, 08/06/2020 19:46
Erschliessungsstrassen werden für Tempo 20, allenfalls für Tempo 30 konzipiert. Die Fahrbahnbreite wird so gewählt, dass der Begegnungsfall von PW - PW ab- gedeckt werden kann.

Sammelstrassen werden in der Regel für Tempo 30 konzipiert. Sammelstrassen werden in der Regel mit einseitigem Trottoir ausgestattet. Die Fahrbahnbreite wird so gewählt, dass der Begegnungsfall von PW - LKW abgedeckt werden kann.

Diese und weitere Definitionen habe ich in der Broschüre "Begegnungsfälle und Fahrbahnbreiten" von "Fussverkehr Schweiz" gefunden. Link: [[https://fussverkehr.ch/wordpress/wp-content/uploads/2018/07/FB_Begegnungsfälle_20170223.pdf]]
anonym, 11/05/2020 12:28, 26/06/2020 11:16
Was kostet dieses Wiki die SteuerzahlerInnen?
brwe, 11/05/2020 12:34
Die Open Source Software "DokuWiki" ist kostenlos und der Server, auf dem sie läuft, war schon vorher in Betrieb.
Die externe Unterstützung erfolgt ehrenamtlich, und der zusätzliche Aufwand für die Moderation der Diskussionen erfolgt im Rahmen des Projekts Ortsplanungsrevision.
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