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Revision der Ortsplanung

Geschätzte Einwohnerinnen und Einwohner

Der Gemeinderat lädt interessierte Personen, Gruppierungen und Parteien ein, sich aktiv am Prozess zur Revision der Ortsplanung zu beteiligen.

Es spielt keine Rolle, ob das Thema Ortsplanung für Sie Neuland ist, oder ob Sie vom Fach sind, ob Sie noch zur Schule gehen oder pensioniert sind, ob Sie stimmberechtigt sind oder nicht, ob Sie Ideen ein­bringen oder die erarbeiteten Zwischenergebnisse beurteilen möchten: Ihre Meinung interessiert uns. Je bunter die Gruppe der Teilnehmenden, umso interessanter sind die Diskussionen.

Informieren Sie sich über den Prozess zur Revision der Ortsplanung in diesem Wiki und diskutieren Sie mit. (Was ist ein Wiki ?)

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Nützliche Informationen

Warum ist eine Ortsplanungs-Revision nötig?

Am 3. März 2013 hat sich die Schweizer Stimmbevölkerung für die Revision des Raumplanungsgesetzes ausgesprochen. Der Bundesrat hat das revidierte Raumplanungsgesetz auf den 1. Mai 2014 in Kraft gesetzt.

Danach hatten die Kantone fünf Jahre Zeit, um ihre Richtpläne anzupassen. 2017 hat der Bundesrat den Richtplan des Kantons St.Gallen ( Text, Karte ) genehmigt.

Seit dem 1. Oktober 2017 ist im Kanton St.Gallen ausserdem das neue Planungs- und Baugesetz (PBG) in Kraft. Darin sind alle für das Bauen im Kanton St. Gallen wichtigen Bauvorschriften enthalten.

Die Gemeinden müssen nun ihre Planungsinstrumente wie Zonenplan, Schutzverordnung, Richtplan und Baureglement an die neuen Bestimmungen des Bundesrechtes und des kantonalen Rechtes über die Raumplanung anpassen. Dazu haben sie zehn Jahre Zeit.

Das Gesetz verlangt, dass die künftige Siedlungsentwicklung in erster Linie in den bestehenden Bauzonen erfolgt. Dieser Wechsel in den Grundauffassungen der Raumplanung stellt die Planungsbehörden vor anspruchsvolle Aufgaben.


Ihre Kommentare, Anregungen und Fragen zu dieser Seite

Diskussion

anonym, 30/06/2021 17:03, 11/08/2021 08:45

Eine Frage zur Abfallentsorgung. Seit Jahren wird über die Entsorgung von Getränkekartons diskutiert und diese wären aus ökologischer Sicht, lt. Studien, auch am wenigsten umweltbelastend. Doch nur wenn sie fachgerecht recycelt würden. Doch es mangelt an Annahmestellen. Das sollte bei der weiteren Planung berücksichtigt werden

anha, 06/07/2021 10:07, 22/09/2021 10:18

Derzeit gibt es schweizweit erst eine geringe Anzahl von Sammelstellen wo Getränkekartons mit Alubeschichtung auf der Innenseite abgegeben werden können und diese dann umweltschonend entsorgt werden. Gemäss Recherchen im Internet befindet sich die nächstliegende Sammelstelle bei der Firma Thür Transporte AG, Alte Landstrasse 64, in Altstätten. Wir werden Ihr Anliegen an den Kehrichtverbund Rheintal (KVR) weiterleiten. Dieser organisiert die Abfall-Entsorgung für die Rheintaler Gemeinden.

anonym, 05/06/2021 18:10, 11/08/2021 08:45

Wenn man als Heimweh-Ostschweizer wieder einmal nach Widnau kommt, freut man sich über die schöne Landschaft, die freundliche Bevölkerung und darüber, dass die Region Rheintal trotz der chronischen Benachteiligung durch die Bundesinstitutionen wirtschaftlich floriert. (Als nur 1 Beispiel von vielen Benachteiligungen: Die SBB pflegte auf der Rheintalstrecke ihr ältestes Rollmaterial einzusetzten. Als aber der neue Intercity-Zug von Bombardier sich als höchst mangelhaft erwies, wurde er den Grosstadt-Reisenden nicht zugemutet, sondern erst einmal auf der Rheintalstrecke zwecks Mängel-Testung eingesetzt.)

Seinen wirtschaftlichen Erfolg verdankt das St. Galler Rheintal nicht zuletzt seiner hochinnovativen Industrie und deren Mitarbeitenden, denen es gelingt, trotz im internationalen Vergleich hoher Kosten, an der Weltspitze zu bleiben.

Doch wenn man die Verkehrssituation in Widnau anschaut, glaubt man sich um Jahrzehnte zurückversetzt.

Noch immer dürfen die Autos - praktisch überall, auch auf engen Quartierstrassen - mit 50 km/h entlang preschen. Zwar wird freundlich aufgefordert, „freiwillig“ 30 km/h zu fahren. Doch wozu nützt das? Rücksichtsvolle Autofahrer fahren ohnehin langsam und weniger rücksichtsvolle erhalten damit die offizielle Erlaubnis, schneller zu fahren, offiziell bis 50 km/h (und inoffiziell noch schneller, solange keine Radarkontrollen vorgenommen werden). Und die Tatsache, dass auf den Verkehrstafeln ausgerechnet die Zahl 30 und der rote Kreis darum so abgeblasst sind, dass sie nur aus nächster Nähe erkennbar sind, lassen die Aufforderung zur Geschwindigkeisreduktion noch mehr als Alibi-Übung erscheinen, die niemanden zu irgend etwas verpflichten soll, nicht einmal die Gemeinde zur Lesbarkeit ihrer Verkehrsschilder. Tempo 50 in Quartierstrassen hatte zur Folge, dass meine als Kind von einem Auto angefahrene Schwester seit Jahrzehnten nur mit Mühe unter grossen Schmerzen noch laufen kann. Und - eine Generation später -, dass ein Nachbarskind eine Oberschenkelfraktur erlitt und nur mit Glück überlebte. Braucht es halt solche „Kollateralschäden“ des nun einmal notwendigen Autoverkehrs?

Es kann heute keinen Zweifel mehr geben, dass der Verkehr von Lastwagen, Personenwagen, Velos und Fussgängern, wenn irgend möglich, zu entflechten ist und die Verkehrsteilnehmer umso mehr zu schützen sind, je verletztlicher sie sind, also am meisten die Kinder und die Alten. Doch wem am meisten gedient wird, scheint weniger einer Sach- als eine Machtfrage zu sein:

Als Student musste ich aus Kostengründen an der meistbefahrensten Strasse der Schweiz wohnen, nämlich der Zürcher Westtangente. Alle Anwohner litten unter dem nie endenden Strassenlärm. Doch praktisch keiner dieser maximal vom Autolärm geplagten Menschen besass selber ein Auto. Denn, sobald sich einer ein Auto leisten konnte, zog er in die ruhige und grüne Umgebung und exportierte seinen Autolärm und die Abgase in die Stadt.

Doch inzwischen hat sich die Situation zwischen Stadt und Land ins Gegenteil gekehrt: In den Städten wohnen die meisten Menschen in ruhigen Tempo 30-Zonen, wenn nicht sogar Spielstrassen. Tempo 50 gibt es nur auf den grossen Hauptstrassen und selbst auf diesen muss das Tempo immer wieder auf 30 km/h reduziert werden - selbstverständlich radarkontrolliert. In den Quartieren parkiert man in blauen Zonen. Doch Auswärtige suchen dort vergeblich nach einem Parkplatz: Fast die ganze blaue Zone ist dauerhaft vollparkiert mit Autos von Anwohnerns, denen die Stadt günstig eine Jahreserlaubnis ausstellt. Und so haben die Stadtbewohner den doppelten Vorteil des subventionierten hervorragenden ÖV und des eigenen Autos vor dem Haus, mit dem man nach Lust und Laune Lärm und Gestank auf das Land exportieren kann. Und Landbewohner, die es wagen, mit dem Auto in die Stadt zu fahren, müssen froh sein, wenn sie überhaupt einen Parkpaltz finden - in einem Parkhaus und selbstveratändlich gegen horrende Gebühr.

Und wo steht die Gemeinde Widnau? Sie will offensichtlich partout keine 30-er Zonen einrichten und an einem Jahrzehnte alten Verkehrskonzept auch für die nächsten Jahrzehnte festhalten , mit Verweis auf die Widnauer Verkehrsberuhigungs-Elemente. Diese findet man aber auch in Schweizer Grossstädten. Dort aber nur als eine relativ unbedeutende Massnahme unter vielen anderen der Verkehrsberuhigung.

30er Zonen nützen den Anwohnern: Weniger Lärm, weniger Abgase, weniger Unfallgefahr. Diese steigt bekanntlich nicht linear, sondern exponentiell mit der Geschwindigkeit. Und in 30er Zonen nimmt auch die Zahl der durchfahrenden Autos ab. Denn sie erschweren den schädlichen und unfallträchtigen Schleichverkehr durch die Quartiere. Am Ende führen 30er Zonen auch zu besserer Nachbarschaft, weil eben die Hemmung, die Strasse zum Nachbarn zu überqueren, abnimmt.

Ich bin zwar traurig nicht mehr in der Ostschweiz zu leben. Aber sehr froh, in einem Stadtquartier, das seit 2 Jahren eine 30-er Zone ist.

Der Gemeinde Widnau kann ich nur empfehlen, bei der Verkehrsplanung sich genauso durch vorausschauende Innovation hervor zu tun wie die Widnauer Industrie und das Gewerbe. Dabei wird es ganz sicher auch Widerstand geben. Ich wünsche den Verantwortlichen den Mut und den Kampfgeist, das Richtige durchzusetzen.

anha, 15/06/2021 14:23

Die Gemeinde Widnau befasst sich seit 1980 eingehend mit der Planung und dem sukzessiven Ausbau seines Strassen- / Fuss- und Radwegnetzes. Das Verkehrsnetz wurde in den letzten 40 Jahren laufend optimiert und ergänzt. Das heute bestehende dichte Fuss- und Radwegnetz spricht für sich und ist beispiellos in der Region.

Zur Verkehrsberuhigung wurden im Laufe der letzten Jahre auf einer Vielzahl von Strassen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit sowie zur Verkehrsverstetigung sog. „Widnauer-Verkehrsberuhigungs-Elemente“ erstellt. Verkehrsmessungen zeigen, dass überall wo solche Verkehrsberuhigungs-Elemente erstellt wurden, sich die Fahrgeschwindigkeit des motorisierten Verkehrs reduziert hat.

Erste Überlegungen zu Tempo 30 Zonen in Wohnquartieren erfolgten in Widnau bereits 1989. Sie sind im Verkehrskonzept 2005, auf Seite 39, beschrieben. Tempo 30 über das gesamte Gemeindegebiet (ausgenommen die Kantonsstrasse) wäre in der Tat eine sehr interessante Massnahme, um den Verkehr zu verlangsamen und sichere Verkehrsabläufe zu bewirken. Die Umsetzung wäre kostengünstig, wenn Tempo 30 nur zu signalisieren wäre. Die Lösung, von flächendeckend Tempo 30, welche in anderen Kantonen erlaubt ist, wurde bisher im Kanton St. Gallen nicht bewilligt und ohne Zustimmung des Kantons sind solche Lösungen nicht möglich.

Nichts desto Trotz verschliessen wir uns einer Tempo 30 - Lösung nicht. Voraussetzung ist, dass eine Umsetzung von Tempo 30 ohne grosse bauliche Massnahmen wie Eingangstore an den Zufahrtsstrassen, Rückbau von Trottoirüberfahrten usw., sondern durch eine Signalisierung und/oder Bodenmarkierungen kostengünstig erfolgen kann. Im Rahmen der Aktualisierung der Verkehrsplanung werden wir diese Fragen klären. Sobald wir die rechtlichen Fragen geklärt haben, werden wir darüber informieren.

anonym, 16/06/2021 10:07, 11/08/2021 08:46

Ich begrüsse ebenfalls sehr, dass sich Widnau nun mit Tempo 30 befasst. Und es steht Widnau nun wirklich gut an, diesen Punkt wieder in die Verkehrsplanung miteinzubeziehen. Die zahlreichen Kommentare auf dieser Seite bestätigen den Wunsch nach Tempo 30-Zonen in Widnau und den entsprechenden Nachholbedarf.

Wenn ich mir die Lösungen der umliegenden Gemeinden ansehe, dann muss eine kostengünstige und praktikable Umsetzung möglich sein.

Bis wann ist eine Antwort über die rechtlichen Fragen zu erwarten? Wo wird diese dann publiziert?

anonym, 23/06/2021 09:48, 11/08/2021 08:46

Hallo zusammen

Im auf der Homepage der Gemeinde aufgeschalteten Richtplan ist einmal mehr nur von den „Widnauer-Elementen“ die Rede. Es wäre doch jetzt an der Zeit, auch die Möglichkeiten von 30er-Zonen in den Richtplan aufzunehmen. Die zahlreichen Kommentare auf dieser Seite zeigen den Wunsch nach einer Veränderung resp. einer Anpassung des Verkehrskonzepts deutlich auf.

Aus dem Richtplan: „Die Gemeinde Widnau realisiert laufend verkehrsberuhigende Strassenraumgestaltungen mit den sogenannten «Widnauer-Elementen». (S. 32). Richtplanbeschluss: „Die Beruhigung von Quartierstrassen sowie die Erhöhung des Durchfahrwiederstands durch harte / weiche Sperren wird fortgesetzt.“ (S. 33).

anha, 06/07/2021 10:04, 22/09/2021 10:18

Wir gehen davon aus, dass alle technischen und rechtlichen Abklärungen zu „flächendeckend Tempo 30“ in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsplaner bis Ende Jahr vorliegen. Gerne informieren wir zum gegebenen Zeitpunkt darüber. Aufgrund der Abklärungen wird der Gemeinderat dannzumal über eine Ergänzung des kommunalen Richtplanes in Bezug auf Tempo 30 entscheiden.

anonym, 17/06/2021 15:35, 11/08/2021 08:47

Ein klares Konzept und eine Antwort auf die zahlreichen Fragen nach Verkehrsberuhigung und Tempo 30 wäre wünschenswert. Am Kapellweg werden wir jedes Jahr bei Anfragen auf die nächsten Jahre vertröstet aber geschehen ist seit der ersten Anfrage vor 6 Jahren bis heute noch nichts.

anonym, 25/04/2021 16:37, 02/06/2021 19:55

Es brauche mehr marktfähige Flächen für Arbeitsplätze in unserem Kanton, bemängeln Walter Locher und der Widnauer Kantonsrat Patrick Dürr. WIE RECHT SIE HABEN! Liest man all die Wiki-Einträge hier durch so glaubt man, Widnau brauche mehr Lebensräume für Insekten, mehr 30er Zonen, weniger Schwerverkehr und Autos - aber nichts von neuem Wirtschafts- und Arbeitsraum! Widnau hat ein starkes Gewerbe und ist ein idealer Industrie-Standort (Lohmen-/Fischerenholz, Viscosepark) - aber nein, kein einziger Beitrag zu diesem Thema. Wir brauchen - gerade nach Corona - neue Arbeitsplätze, Werkplätze und - ja - auch neue Eigen-/Wohnheime. Widnau ist hervorragend für neue Industrie- und Gewerbeparks geeignet, hat eine hervorragend Verkehrsanbindung, auch in Sachen ÖV, und ist ein idealer Wohn- und Lebensraum. Tut um Gottes Willen etwas Mutiges - schafft Flächen für attraktive Unternehmen! Und damit kommen auch Menschen, die Steuern bezahlen.

anonym, 29/04/2021 11:49, 02/06/2021 19:55

Sehr einverstanden, aber wenn Widnau für die von Ihnen erwähnten Steuerzahler nicht attraktiv bleibt, dann wohnen sie in einer Nachbargemeinde und fahren nur noch nach Widnau zur Arbeit. Widnau muss dringend mehr für die Lebensqualität der Bewohner machen. Das zieht dann bei den bald 10'000 Einwohnern auch das erwähnte Steuersubstrat an.

anha, 06/05/2021 15:09, 11/08/2021 08:47

Die rege Bautätigkeit und der stete Zuwachs an neuen Einwohnerinnen/Einwohnern zeigt, dass Widnau eine attraktive Wohngemeinde ist. Widnau investiert jährlich grössere Beträge in die Verbesserung des Angebotes für den öV, die Sport- und Freizeitanlagen Aegeten oder die Ver- und Entsorgung (z.B. Kommunikationsnetz mit Rii Seez Net). Auch haben sich die in den letzten Jahren realisierten Gestaltungsmassnahmen an der Bahnhofstrasse bewährt. Sie haben weit über die Gemeinde hinaus Beachtung und Anerkennung gefunden. In einem nächsten Schritt wird ein Betriebs- und Gestaltungskonzept für die Post-/Diepoldsauerstrasse entwickelt, von dem wir neue Impulse erwarten. Ein dichtes Netz an Fuss- und Radwegen lädt im Übrigen zum Velofahren abseits der verkehrsreichen Strassen ein. Private Photovoltaikanlagen werden mit Subventionsbeiträgen der Gemeinde gefördert. Widnau wächst stetig und hat sich in Bezug auf das Steuersubstrat vom Mittelfeld in die vorderen Ränge hervorgearbeitet. Unser Steuerfuss ist mit Blick auf die umliegenden Gemeinden attraktiv.

anonym, 29/05/2021 13:32, 11/08/2021 08:47

Die angesprochenen Gestaltungsmassnahmen an der Bahnhofstrasse sind noch immer Gegenstand reger Diskussionen - so sind die Meinungen auch Jahre nach der Umsetzung geteilt.

Widnau profitiert stark -und das muss man schon auch bemerken- von seiner guten Zentrumslage (Autobahn, ÖV mit Bahnhof Heerbrugg) und der Infrastruktur, die in den 70er bis 90er-Jahren aufgebaut worden ist (Eishalle, Freibad etc.). In den letzten Jahren wurde die Infrastruktur lediglich dem Bevölkerungswachstum angepasst.

Bzgl. Photovoltaikförderung: Das haben haben andere Gemeinden auch - ist kein Standortvorteil mehr.

Steuersubstrat: Ich muss dem Erstschreibenden recht geben. Widnau muss primär lebenswert bleiben - dann kommen auch die guten Steuerzahler.

Es werden die verkehrsreichen Strassen erwähnt - hier hat Widnau sicherlich Handlungsbedarf!

anha, 06/05/2021 15:07, 11/08/2021 08:47

Das Gebiet Viscoseareal ist im kantonalen Richtplan als wirtschaftliches Schwerpunkt-gebiet bezeichnet. Es gilt als Wirtschaftsstandort mit hohem Entwicklungspotential und sehr guten raumplanerischen sowie erschliessungstechnischen Voraussetzungen. Die planerischen Voraussetzungen zur Ansiedlung von Betrieben liegen vor. Ziel ist auf den unbebauten Grundstücken innovative Unternehmen in hoher Dichte anzusiedeln. Dabei wird auf eine hochwertige Bebauung und Freiraumgestaltung geachtet. Zur Zeit laufen Abklärungen für eine direkte Erschliessung dieses Gebietes durch den öV. Wie Sie sehen: Widnau ist bereit, was übrigens von der Baudirektorin RR Susanne Hartmann in ihrer Replik auf die Voten von Locher/Dürr auch erwähnt wurde (siehe Tagblatt vom 16.04.2021).

tagblatt.pdf

anonym, 23/04/2021 13:41, 02/06/2021 19:55

Was wurde eigentlich aus dem Projekt Süd-Umfahrung Widnau und der Hauptstrasse 2000?

Zweitere ist wohl gestorben wegen Kulturland Nutzung und dem Verlust an Kunden in den noch wenigen Dorfläden im Rheintal, oder?

anha, 06/05/2021 15:00, 11/08/2021 08:47

Die Idee einer Südumfahrung von Widnau wird - wie die „Entlastungsstrasse Rheintal“ und früher als „Strasse 2000“ bezeichnet - seit einigen Jahren nicht weiterverfolgt bzw. ist kein Thema mehr.

Die räumliche Entwicklungsstrategie der Gemeinde weist im Richtplan fünf Gebiete aus, die für eine langfristige Siedlungserweiterung in Frage kommen. Dazu gehört auch das Gebiet „Übrig“. Angedacht ist, dieses Wohngebiet über eine Verlängerung der Sporthallenstrasse zu erschliessen. Da eine Einzonung erst langfristig ein Thema sein wird, steht auch ein Ausbau der Sporthallenstrasse derzeit nicht an.

Im Zuge des Aggloprogrammes AP4 denken die Mittelrheintaler Gemeinden zusammen mit dem Kanton darüber nach, wie die Ortsdurchfahrten entlastet werden können. In diesem Zusammenhang steht eine Ertüchtigung der Rietstrasse (Zubringer zur Autobahn) und allenfalls Netzergänzungen wie die sogenannte „Leica-Spange“ zur Diskussion.

anonym, 06/04/2021 15:40, 02/06/2021 19:55

Hopp mitenand

Wie bereits von mir geschildert hat der Verkehr an der Zinggenstrasse seit der Einführung der 30er Zone an der Nefenstrasse stark zugenommen. Vor allem der Schwerverkehr hat dadurch zugenommen. Zu diesem Thema gibt es, wie gesagt, sogar einen Zeitungsartikel vom Tagblatt. Die Verkehrsmessungen unserer Gemeinde belegen, dass der Verkehr um 25% und der Schwerverkehr um sage und schreibe 350% (2010: 24Stk., 2014: 86 Stk.) zugenommen hat. Dies beweist, dass die subjektive Wahrnehmung der Anwohner der Zinggenstrasse, welche sich vermehrt über den Strassenlärm beschweren, korrekt ist.

Was für mich besonders stossend ist, dass die Nefenstrasse eine Sammelstrasse mit Tempo 30 ist und die Zinggenstrasse eine Erschliessungsstrasse mit Tempo 50.

Des Weiteren zeigt der neu aufgeschaltete Lärmkataster, dass bei vielen Gebäuden der Zinggenstrasse bereits Grenzwerte überschritten werden und der Rest sehr nahe am Grenzwert. Gemäss Lärmschutzverordnung Art. 13 ist die Gemeinde verpflichtet bei Grenzüberschreitungen zu handeln. Und den Lärm Idealerweise an der Entstehung zu vermindern. Ein bewährtes Mittel dazu, ist die Einführung einer 30er Zone.

Es ist also mehrfach bewiesen das man hier handeln sollte.

Für mich ist es sehr erstaunlich wie Visionär die Zinggenstrasse bereits in den 80er Jahren umgesetzt wurde. Die Gemeinde hat hier sehr vorrausschauend geplant. Die Zinggenstrasse und Balgacherstrasse erfüllt nämlich bereits alle Vorgaben an eine 30er Zone, welche viel später definiert wurden. Es sind nur Rechtsvortritte vorhanden, es wurde kein Trottoir über Kreuzungen gezogen und es gibt keine Zebrastreifen. Alles was baulich gemacht werden muss sind Eingangstore mit 30er Tafeln zu errichten. Davon können viele Gemeinden nur träumen, welche zum Teil Trottoirs wegspitzen mussten, um Tempo 30 einführen zu können.

Widnau hat bereits mehre freiwillig Tempo 30 Tafeln an der Zinggenstrasse aufgestellt. Es ist also auch das Ziel der Gemeinde das hier 30 und nicht 50 gefahren wird. Daher kann ich nicht verstehen wieso hier nicht einfach Tempo 30 eingeführt wird, wenn der Aufwand so gering ist.

Können Sie mir das bitte erklären?

Wie könnte man dieses Problem ohne Tempo 30 lösen? Denn gemäss Gesetz muss es gelöst werden. Und wenn nicht während einer Ortsplanungsrevision, wann dann?

Vielen Dank für Ihre Erklärung!

P.S. Der Lärmschutz ist ein wichtiges Thema und sollte einen eigenen Abschnitt in der Ortsplanung haben.

anha, 21/04/2021 15:22, 02/06/2021 19:54

In der Ausgabe des Rheintalers vom 16. April 2021 haben wir dargelegt, warum wir zur Verbesserung der Verkehrssicherheit nicht auf Tempo 30 setzen, sondern auf die „Widnauer-Verkehrsberuhigungs-Elemente“. Durchgeführte Verkehrsmessungen an verkehrsberuhigten Strassen zeigen, dass sich die umgesetzten Massnahmen in der Praxis bewährt haben. Den Zeitungsartikel finden Sie hier.

anonym, 22/04/2021 10:16, 02/06/2021 19:54

Ich muss dem Schreibenden recht geben. In den achtziger Jahren war das Widnauer Verkehrskonzept visionär. So ist beispielsweise eine der ersten Wohnstrassen des Kantons in Widnau entstanden (Alpstrasse). Leider hat es Widnau verpasst, diesen Vorsprung zu behalten.

Wieso sich Widnau konsequent gegen 30er-Zonen wehrt ist unklar. Es ist ein bewährtes Konzept und andere Gemeinden schwören darauf. Warum muss Widnau ein Extra-Züglein fahren? Dies wird auch im Artikel im Rheintaler nicht erklärt.

anonym, 23/04/2021 13:39, 02/06/2021 19:54

Was absolut unverständlich ist, wenn eine 30er Zone errichtet wird und dann noch Blumenkisten und Inseln gebaut werden. Diese sind im Winter für die Schneeräumung ein Zustand und die Radfahrer - in Widnau mit Schleichwegen in den wärmeren Monaten nicht so betroffen - müssen dazu in die Strassenmitte rein.

Wenn 30 ausgeschildert, dann reicht dies. Ansonsten ist es Sache der Polizei auf Anforderung der Legislativen die Kontrollen zu machen und zu büssen.

30er Zonen im Flachen mögen noch eher gehen - bergab sind sie eine Qual da weder der Tempomat so tief schon greift noch bremst dieser. Diese Zonen sind keine Lösung, wenn links und rechts parkiert werden darf. Kein Mensch kann auf den Tacho schauen denn überall können Kinder hervorspringen. Und das Schlangenlinienfahren bei links-rechts wechselseitigen Parkfeldern ist Zumutung welche das Einhalten der Geschwindigkeit verunmöglicht. Mein Fokus als Fahrer ist draussen und nicht an der Tachonadel.

Wir haben das Auto gewechselt damit der Tacho bei 30 nutzbar ist. Und beim Motorrad geht er runter auf gut 25 kmh - Innerorts ohne Tempomat lenkt nur vom Geschehen draussen ab.

anonym, 02/06/2021 18:48, 11/08/2021 08:48

Mich würde es auch interssieren warum sich Widnau konsequent gegen Tempo 30 Zonen wehrt? Das ist für mich auch nicht ersichtlich aus dem Artikel des Rheintalers. In dem Artikel steht eigentlich nur, das wenn man ein hinderniss auf die Strasse stellt nachher langsam gefahren wird. Und das Tempo 30 zusätzlich die Sicherheit erhöht und ob das auch bei Verkehrsberuhigungselementen auch so ist, ist unbekannt. Der Artikel spricht eingentlich mehr für Tempo 30 wie für die Widnauer Elemente

anonym, 02/04/2021 14:16, 02/06/2021 19:53

Guten Tag, wenn ich die Ortsplanung richtig interpretiere, ist geplant das Gewässer „Ländernach“ beidseits des unterführenden Tunnels zu renaturieren. Gibt es hierfür schon einen konkreteren Plan betreffend Gestaltung und Umsetzungszeitraum? Werden direkt anliegende Grundstückbesitzer (z.B. Frauenäckerstrasse) miteinbezogen oder vorinformiert werden bei der Planung? Freundliche Grüsse

anha, 21/04/2021 15:00, 02/06/2021 19:52

Ihre Interpretierung ist richtig.

Im Verlaufe des letzten Jahres haben wir auf eine ähnlich lautende Frage festgehalten, dass die Revitalisierung der Ländernach ein Projekt der Zukunft wäre. Dies gilt nach wie vor. Ein Zeitraum über das WANN und WIE besteht derzeit noch nicht. Im Rahmen der künftigen Projekterarbeitung erfolgt auch der Einbezug der an die Ländernach anstossenden Grundeigentümer.

Für die Gemeinde erste Priorität hat das Hochwasserschutz-Projekt für den Rheintaler Binnenkanal.

anonym, 17/03/2021 17:14, 25/04/2021 16:42

Hopp mitenand. Ich habe kürzlich von einem Projekt gehört, wo es um einen Warenumschlagplatz geht (Art von Bahnhof) für Container im Bereich Industrie Nöllen… Ist dies ein Gerücht oder gibt es hier tatsächlich eine Absicht im Bereich der Firma SAW einen Umschlagplatz für Container (Verladen von Zügen auf Lastwagen und umgekehrt) zu erstellen? Anschlussfrage: Inwiefern wird der Eisenbahnverkehr im und ums Dorf in die Verkehrsplanung mit einbezogen? Bedeutet dies, dass die Bahnstrecke Nöllen - Bahnhof Heerbrugg ausgebaut wird? Auch würde mich interessieren ob ein Plan dieses Umschlagsplatzes auf dieser Wiki-Seite ersichtlich ist in einem der Konzepte?

Herzlichen Dank im Voraus für eine Antwort.

anha, 23/03/2021 09:44, 02/06/2021 19:52

Das was Sie gehört haben, ist kein Gerücht. Die Firma SAW Schmitter AG betreibt nach durchgeführtem Baubewilligungsverfahren auf ihrem Areal einen Container-Umschlagplatz. Ein Plan des Container-Umschlagplatzes ist im wiki nicht publiziert, da es sich um ein privates Bauvorhaben handelt. Weitere Informationen dazu finden Sie unter folgendem Link: https://www.saw.ch/logistik/containerterminal/ Das Industriegeleise wurde 1924 von der Viskose erstellt. Es erschliesst die Industriebetriebe im Gebiet Nöllenstrasse und Viscoseareal. Ein Ausbau des Anschlussgeleises ist nicht geplant.

anonym, 11/03/2021 19:30, 25/04/2021 16:43

Hallo Ich möchte gerne Wissen ob die Gemeinde bereits Massnahmen zur Verkehrsberuhigung bzlg. Schwerverkehr an der Balgacher-/Zinggenstrasse plant?

Es geht mir um die Lastwagen, welche vom Autobahnzubringer kommen und von der Bahnhofstrasse in die Balgacher-/Zinggenstrasse abzweigen, welche sie als Abkürzung zur Leica und Balgach nutzen. Und das selbe natürlich in umgekehrter Richtung.

Die Zinggenstrasse ist gemäss Widnauer Verkehrsplan 2020 eine Erschliessungsstrasse. Also unterste Hierarchiestufe mit klarem «Siedlungscharakter». Die Bahnhofstrasse ist eine Hauptstrasse, also oberste Hierarchiestufe der Netzhierarchie.

Das mehr als hundert Lastwagen täglich durch das Quartier der Balgacher-/Zinggenstrasse donnern widerspricht also klar dem Widnauer Verkehrsplan.

Als Anwohner musste ich auch feststellen das seit der Tempo 30 Einführung an der Nefenstrasse sich die Situation deutlich verschlimmert hat. Die Nefenstrasse ist eine Sammelstrasse und direkt, mittels Nefenkreisel mit der Hauptstrasse verbunden. Früher sind die Lastwagen hier durchgefahren, um von der Hauptstrasse abzukürzen. Was auch nicht richtig ist. Lastwagen sollten möglichst auf der Hauptstrasse bleiben, auch wenn der Weg, wie in diesem Fall, eine Minute länger ist. Es scheint so, als ob die Gemeinde Au diese Problematik erkannt hat und deswegen Tempo 30 mit horizontalen Versätzen an der Nefenstrasse eingeführt hat. Welche für den Schwerverkehr sehr viel mühsamer sind als die vertikalen Versätze an der Balgacherstrasse. Seitdem fahrt der Schwerverkehr also durch das Widnauer Quartier an der Balgacher-/Zinggenstrasse. Und das seit bereits mehr als 8 Jahren. Darüber gibt es sogar einen Zeitungsbericht im Tagblatt: https://www.tagblatt.ch/ostschweiz/rheintal/vor-allem-die-moebel-ecken-an-ld.221690 Wieso wird also kein Schwerverkehrsverbot (Zubringer Dienst gestattet) an der Balgacher-/Zinggenstrasse eingeführt? Desweiteren wäre es auch nur vorrausschauend, da die Wirkungsanalyse der Mobilitätsstrategie St.Galler Rheintals (Seite 131) ergeben hat, dass die Balgacher-/Zinggenstrasse um über 20% stärker belastet wird, wenn die geplante Netzkonzeption eingeführt wird. Und die Balgacher-/Zinggenstrasse ist bereits für eine Quartierstrasse mit über 2500 Fahrzeugen am Tag sehr stark belastet (siehe Belastungsplan DWV 2013). Widnau hat in den letzten Jahrzenten bereits sehr viele vorbildliche bauliche Massnahmen unternommen um diesen Strassenabschnitt zu beruhigen. Was aber leider nur dazu geführt hat, das die Balgacher-/Zinggenstrasse wie eine ruhige Quartierstrasse aussieht, es aber nicht ist. Es ist gemäss Google Maps einfach der schnellere Weg nach Balgach von der Autobahn. Das wird sich nur ändern, wenn auf dieser Strecke Tempo 30 gilt. Dann ist nämlich die Hauptstrasse wieder der schnellste Weg. Ziemlich einfach nachzurechnen. Ich finde es gut und richtig das Widnau in erster Linie auf bauliche Massnahmen setzt und nicht einfach Flächendeckend Tempo 30 einführt. Nur reichen diese anscheinend nicht aus um den Verkehr so zu verlangsamen, dass die Hauptstrasse schneller ist. Sonst würde Google Maps, (welches auf Geostatistik basiert die Route berechnet, und damit die Massnahmen miteinberechnet) diesen Weg nicht vorschlagen. Eigentlich ist es ziemlich klar das Widnau hier der Gemeinde Au und auch Balgach, welche zur Zeit am anderen Ende dieser Strasse eine Tempo 30 Zone einführt, folgen muss, umso das westliche Siedlungsgebiet von Widnau wieder attraktiv zu gestallten. Hierbei muss natürlich das ganze Quartier in eine Tempo 30 Zone gewandelt werden, damit sich nicht neue Schleichwege ergeben. So wie das Au bereits vor Jahren und Balgach zur Zeit macht. Tempo 30 wäre hier auch für die Natur sinnvoll, da sich diese vielbefahrene Strasse direkt an einem Naturschutzgebiet von nationaler Bedeutung liegt. Zitat Widnauer Analysebericht zur Ortsplanung: «Als Besonderheit mit höchstem ökologischem Wert weist der Übergangsraum die Am-phibienschutzgebiete Moosanger und Höchstern (grün) von nationaler Bedeutung auf. Auch gehört dieses Gebiet zur Naherholungszone von Widnau. Über Tempo 30 lässt sich hier streiten, aber über ein Verbot für Schwerverkehr müsste der Fall eigentlich klar sein. Plant Widnau also etwas bzgl. dieser Problematik?

Vielen Dank für Ihr Feedback!

anha, 23/03/2021 11:33, 06/05/2021 16:03

Als Verkehrsberuhigungsmassnahmen bestehen bei den beiden Kreuzungen (Zinggenstrasse/Feldstrasse und Balgacherstrasse/Rietstrasse) „Knotenerhöhungen“ sowie ein Eingangstor an der Gemeindegrenze Balgach/Widnau. Im Jahre 2016 wurde auf der Zinggenstrasse zusätzlich eine weitere Verkehrsverengung realisiert. Alle diese Massnahmen haben sich in der Praxis bewährt. Der Verkehr verlangsamt sich in diesen Bereichen. Im Übrigen gilt auf der Ländernachbrücke eine Gewichtsbeschränkung von 28 t. Damit ist die Durchfahrt für den LKW-Verkehr eingeschränkt. Gemäss unserem Verkehrsplan hat die Zinggenstrasse (Gemeindestrasse 1. Klasse) die Funktion einer Erschliessungsstrasse und die Balgacherstrasse (Gemeindestrasse 1. Klasse) diejenige einer Sammelstrasse. Verkehrsmessungen aus dem Jahr 2014 weisen am Standort: Zinggenstrasse 12 im April 2014 einen DTV von 2688 Fahrzeugen auf; davon waren 3,6 % LKWs. Damit wir Klarheit haben, wie sich der Verkehr im Laufe der Jahre entwickelt hat, werden wir erneut Verkehrsmessungen durchführen. Damit wir realistische Ergebnisse erhalten, können diese jedoch erst stattfinden, wenn sich die Corona-Situation stabilisiert bzw. die Homeofficepflicht aufgehoben ist und sich die wirtschaftliche Situation normalisiert hat. Derzeit laufen auf Gemeindeebene keine weiteren Planungen betreffend einer zusätzlichen Verkehrsberuhigung auf der Zinggen- oder Balgacherstrasse. Bezüglich einer überkommunalen Lösung sei angemerkt, dass im Rahmen des Agglo-Programms Rheintal es Überlegungen gibt, wie das „Leica-Areal“ über die Rietstrasse (Balgach-Diepoldsau) besser an die Autobahn angebunden werden kann. Lösungen sind jedoch erst langfristig zu erwarten.

anonym, 30/03/2021 21:09, 25/04/2021 16:43

Ich glaube hier liegt ein Missverständnis vor. Im vorherigen Text habe ich und das Tagblatt beschreiben, wieso der Schwerverkehr an der Balgacher-/Zinggenstrasse aufgrund der 30er Zone an der Nefenstrasse zugenommen hat. Sie sagen, um dies zu belegen, benötigen sie zusätzliche Messungen. Die Umsetzung der 30er Zone an der Nefenstrasse war bereits 2013. Ihre letzte Messung war im Jahr 2014. Sie haben diesen Effekt also bereits gemessen. Es stellt sich also die Frage was war das Messresultat vor 2013?

Daher bitte ich Sie den DTV an der Zinggenstrasse (inkl. Schwerverkehrsanteil) vor 2013 bekanntzugeben?

Vielen Dank!

anha, 06/04/2021 10:19, 02/06/2021 19:52

Die vorhandenen Verkehrszählungen zeigen folgende Frequenzen:

Balgacherstrasse

  • Messstelle: Balgacherstrasse 21
  • Jahr: 2010
  • DTV: 1902
  • LKW-Anteil: 1,3%

Zinggenstrasse

  • Messstelle: Zinggenstrasse 12
  • Jahr: 2014
  • DTV: 2540 2688 (Korrektur: 05.05.2021)
  • LKW-Anteil: 3,4% 3,6% (Korrektur: 05.05.2021) evtl. Zunahme aufgrund Baustelle „Fuchsloch“
anonym, 03/04/2021 10:11, 02/06/2021 19:52

Hallo zusammen , mir ist es ein großes Anliegen das hier in der zinggenstrasse etwas passiert ! Ich wohne nun seit gut 2 Jahren hier und mir ist es aufgefallen das hier täglich massiv Lkw‘s durchfahren sollte das hier nicht eine verkehrsberuhigte Straße sein ? Wenn man hier am Straßenrand fast erfasst wird wenn man was aus oder in das Auto einläd ! Des weitern finde ich die Geschwindigkeit massiv steigend hier . Man hat ja Angst über die Straße zu gehen … und die Kinder hier sind massiv gefährdet. Hier muss schleunigst gehandelt werden .

anha, 21/04/2021 15:03, 02/06/2021 19:52

Die Zunahme des LKW-Verkehrs auf der Zinggen-/Balgacherstrasse ist zur Hauptsache darauf zurückzuführen, dass über diese beiden Strassen ein grösserer Gewerbebetrieb, der auf dem Gemeindegebiet von Balgach - direkt an der Gemeindegrenze von Widnau/Balgach liegt - erschlossen wird. Zur besseren Nutzung des Areals hat der Grundeigentümer vor einigen Jahren eine neue Lagerhalle erstellt. Daraus ergibt sich nun eine Zunahme des Schwerverkehrs. Die Zufahrt zu diesem Gewerbebetrieb erfolgt ab der Balgacherstrasse via Huebstrasse in südlicher Richtung entlang der Ländernach. Eine andere Zufahrtslösung gibt es nicht. Sobald sich die wirtschaftliche Situation betreffend Corona normalisiert hat, werden wir wie angekündigt, Verkehrsmessungen durchführen. Die Auswertung des Zahlen-materials wird zeigen, ob weitere Verkehrsberuhigungsmassnahmen auf diesem Strassenstück notwendig sind.

anonym, 28/04/2021 18:18, 02/06/2021 19:51

Hat Widnau denn keine weiteren Verkehrsmessungen an der Balgacher oder Zinggenstrasse in den letzten 11 Jahren vorgenommen? Ich frage deshalb, weil Sie hier im Ortplanwiki geschireben haben, dass sie in der Regel die Verkehrsmengen jährlich messen. Falls es doch weitere Messungen gibt, bitte ich Sie, diese hier zu veröffentlichen.

Vielen Dank!

anha, 06/05/2021 16:35, 11/08/2021 08:48

Ja, es gibt keine aktuelleren Verkehrsmessungen. Die letzte Messung an der Balgacherstrasse war im 2010, die letzte Messung an der Zinggenstrasse im 2014. Coronabedingt bzw. wegen der Home-Office Pflicht haben wir die Messungen 2020/21 ausgesetzt. Wir werden die Verkehrsbelastung auf diesen beiden Strassen - sobald die Home-Office Pflicht aufgehoben ist - wieder messen.

anonym, 02/06/2021 18:32, 11/08/2021 08:48

Ich bin froh das Widnau erkannt hat, dass wenn sich die Messungen von 2014 wiederholden, Handlungsbedarf besteht. Und warte gespannt auf die von Ihnen angekündigten Messergebnisse.

Aber selbst wenn diese nicht so hoch wie 2014 ausfallen sollten, besteht trotzdem Handlungsbedarf aufgrund des geplanten Parkplatzausbaus der Leica. Die Leica plant ihr Parkplatzangebot um 44% zu erhöhen. Heute sind 1260 Parkplätze vorhanden, neu sollen es 1802 sein, also 562 zusätzliche Parkplätze. Dies ist dem Planungsbericht Sondernuntzungsplan Wild Heerbrugg Areal der Gemeinde Balgach zu entnehmen.

Der Verein St. Galler Rheintal sowie die Gemeinden Widnau und Diepoldsau nehmen zu diesen Plänen auf Seite 45 Stellung: “Zu den Quartierstrassen, die schon heute durch Schleichverkehr belastet sind, wird keine Aussage gemacht. Zwar werden im Umweltverträglichkeitsbericht in den Tabellen zu den Verkehrsgrundlagen im Anhang für den Betriebszustand des Leica Areals merkliche Zunahmen dokumentiert, so z.B. 7,7% auf der Fasanen-/Balgacherstrasse bzw. deren Fortsetzung in Widnau, der Zinggenstrasse.”

Darauf Entgegnet Balgach auf Seite 46: «Sollte sich die Befürchtung der Gemeinde Widnau «Mehrverkehr auf der Zinggenstrasse» (Gemeindestrasse 1. Klasse) als zutreffend erweisen, wären kurz- und mittelfristige Lösungen zur Eindämmung des Verkehrsflusses zu treffen.»

Anscheinend sind sich alle einig, dass an der Zinggenstrasse Handlungsbedarf herrscht.

Deswegen würde ich gerne im Sinne dieses Wiki über mögliche Lösungsansätze mit Ihnen diskutieren.

Mein Lösungsansatz wäre eine Tempo 30 Zone an der Balgacher-/Zinggenstrasse welche sich mit den Tempo 30 Zonen von Au und Balgach (in Vernehmlassung) verbindet. Dadurch wäre dieser Strassenabschnitt für den Schleichverkehr weniger attraktiv. Neue Routen für den Schleichverkehr sind so ausgeschlossen, da dann alle alternativrouten Tempo 30 wären.

Da Widau Tempo 30 Zonen konsequent ablehnt, wieso wird auch im Rheintaler Artikel nicht erklärt, ist diese Variante wohl nicht möglich.

Wie ist denn der Vorschlag von Widnau, wie der zusätzliche Schleichverkehr an der Zinggenstrasse eingedämmt werden kann, wenn selbst Balgach die Eindämmung des Verkehrsflusses empfiehlt?

anonym, 02/07/2021 10:32, 22/09/2021 10:17

Ich habe mich diese Woche telefonisch bei der Gemeinde nach den auf diesem Wikipedia angekündigten Messungen an der Zinggenstrasse erkundigt.

Es wurde anscheinend schon vor Wochen gemessen, nur wurde das Resultat bisher nicht bekannt gegeben. Ich bitte die Gemeinde, die Messergebnisse hier auf Wiki zu publizieren, damit sich die Gemeindebewohner ihr eigenes Urteil bilden können.

Widnau hat einen Schwerverkehrsanteil von nahezu 10% gemessen, die Zinggenstrasse hat prozentual also einen höheren Schwerverkehrsanteil als die Espenstrasse. Widnau glaubt erneut seiner eigenen Messung nicht (wie schon 2014) und will diese nun mit einer neuen Messmethode wiederholen.

Das Problem der bisherigen Messmethode sei, dass der Schwerverkehr mittels Längenmessung ermittelt wird (>7m = LKW), dadurch werden auch grössere Anhänger als LKW gezählt.

Nun geht es beim Messen bekanntlich ums Vergleichen. Bei Verkehrsmessungen will man die Belastungen der verschiedenen Strassen miteinander vergleichen. Alle anderen Strassen Widnaus wurden mit dem bisherigen Messverfahren gemessen und dadurch auch bei diesen Stassen sehr lange Anhänger als LKW gezählt. Wenn jetzt extra für die Zinggenstrasse ein anderes Messverfahren verwendet wird, ist die Vergleichbarkeit zu anderen Strassen Widnaus nicht mehr gegeben.

Ich kann verstehen das Widnau ein solch extremes Messresultat hinterfragt und mittels eines genaueren Messverfahrens nochmals nachmisst. Ich bitte Sie aber beide Messungen mit einer dazugehörigen Erklärung bekannt zu geben, da nur so die erwähnte Vergleichbarkeit gewährleistet ist.

Vielen Dank!

anha, 12/07/2021 17:35, 22/09/2021 10:17

Ja es ist richtig, wir führen bei der Zinggenstrasse derzeit neue Verkehrsmessungen mit einem Gerät einer externen Firma durch. Bei den Verkehrsmessungen mit unserem Gerät wird prioritär der DTV sowie die Fahrgeschwindigkeit gemessen. Der LKW-Anteil wird nicht genau ausgewiesen. Das Gerät der externen Firma misst neben dem PW-Verkehr auch den LKW-Verkehr auf diesem Strassenstück exakt. Damit erhalten wir Klarheit welche Fahrzeuge die Zinggenstrasse benützen. Die Ergebnisse der Verkehrszählung werden nach Abschluss der Verkehrsmessungen auf dem Wiki veröffentlicht. Das heutige Verkehrsmessgerät der Gemeinde wird weiterhin für die Erfassung des DTV sowie der Fahrgeschwindigkeiten auf Gemeindestrassen eingesetzt. So sind die Messungen auch künftig vergleichbar.

anha, 17/08/2021 16:04, 17/08/2021 16:25

:!: Wie angekündigt wurde im Zeitraum Donnerstag, 1. Juli 2021 bis Mittwoch, 7. Juli 2021 an der Zinggenstrasse 15 der Verkehr gemessen. Die Messung erfolgte durch die Firma Nagel + Steiner, Ingenieurbüro für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik in St. Gallen. Dieses Ingenieurbüro erfasst ebenfalls die jährlichen Verkehrsdaten auf den Hauptachsen wie Unterdorfstrasse, Rheinstrasse, Diepoldsauerstrasse usw..

Die ausgewerteten Verkehrszahlen zeigen folgende Ergebnisse: • Durchschnittlicher täglicher Verkehr (DTV): 1'534 Fahrzeuge pro Tag • Davon Anteil Schwerverkehr pro Tag: 20 Fahrzeuge oder 1,3 % • durchschnittliche Geschwindigkeit von 85 % der Fahrzeuge: V85 = 47 km/h

anonym, 29/08/2021 12:27, 29/08/2021 20:04

:!: In unserer Diskussion hier geht es ja um den Schwerverkehr an der Zinggenstrasse. Nach ihrer eigenen Aussage, war es erst nötig weitere Messungen durchzuführen, um festzustellen wie sich der Verkehr an der Zinggenstrasse entwickelt hat. Wir haben Messungen von 2010 und 2014 mit ausgewiesenen Schwerverkehrsanteil, welche wir mit neuen Messungen vergleichen wollen. Nun haben Sie, wie bereits von mir erwähnt, neue Messungen mit dem Verkehrsmessinstrument der Gemeinde durchgeführt, welches auch 2010 und 2014 verwendet wurde. Doch neu ist es nicht mehr möglich den Schwerverkehrsanteil genau auszuweisen, obwohl dies 10 Jahre lang möglich war. Gemäss telefonischer Auskunft war der Schwerverkehrsanteil bei dieser Messung sehr hoch. Deswegen wurde nun ein zweites Mal, kurz vor den Sommerferien, mit einem anderen Messerverfahren eines externen Partners gemessen. Welches den Schwerverkehr nun genau Messen soll. Entweder ist das Verkehrsmessinstrument der Gemeinde welches auch 2010 und 2014 verwendet wurde für die Messungen von Schwerverkehr geeignet oder nicht!? Wenn nicht, dann sind auch die Zahlen von 2010 und 2014 unbrauchbar und ein Vergleich ist nicht möglich. Stellt sich aber die Frage wieso Widnau 10 Jahre lang den Schwerverkehrsanteil immer ausgewiesen hat und dies nun nicht mehr möglich ist? Wie bereits geschrieben, bitte ich Sie, auch im Namen des Öffentlichkeitsprinzips, die erste Messung von 2021, bei welcher das gleiche Messverfahren wie 2010 und 2014 verwendet wurde, ebenfalls zu veröffentlichen.

Vielen Dank!

anha, 21/09/2021 15:39, 22/09/2021 10:16

:!: Wir haben im 2021 folgende Verkehrsmessungen durchgeführt:

  • Messdauer: 06. Mai 2021 – 12. Mai 2021
  • Messstelle: Zinggenstrasse 12
  • DTV: 1’874 Fahrzeuge pro Tag
  • LKW-Anteil: 8% - dieser Wert wurde bei der Abschätzung der Plausibilität in Frage gestellt, weshalb für die Verifizierung des LW-Anteils ein externes Ingenieurbüro mit einer neuen Verkehrszählung beauftragt wurde.
  • V-85 = 43 km/h
  • Messung mit dem gemeindeeigenen Gerät durch Bauamt Widnau
  • Messdauer: 1. Juli 2021 – 7. Juli 2021
  • Messstelle: Zinggensstrasse 15
  • DTV: 1'534 Fahrzeuge pro Tag
  • LKW-Anteil: 1.3%
  • V-85 = 47 km/h
  • ListenpunktMessung durch Nagel+Steiner, Ingenieurbüro für Verkehrsplanung + Verkehrstechnik, St. Gallen 
  • Messdauer: 16. August 2021 – 22. August 2021
  • Messstelle: Zinggenstrasse 15
  • DTV: 1’435 Fahrzeuge pro Tag
  • LKW-Anteil: 1.3%
  • V-85 = 48 km/h
  • Messung durch Nagel+Steiner, Ingenieurbüro für Verkehrsplanung + Verkehrstechnik, St. Gallen
anonym, 04/10/2021 19:50, 05/10/2021 11:29

:!: Vielen Dank für die Veröffentlich aller Verkehrsmessungen.

Ich kann verstehen, dass Sie die Plausibilität des Schwerverkehrsanteil der ersten Messung vom Mai in Frage stellen, da diese 8% ein doch extrem hoher Wert sind. Und deswegen zwei weitere Messungen im Auftrag gegeben haben.

Interessanter weise decken sich diese 8% Schwerverkehrsanteil mit den Messungen des Tiefbauamts SG, welche im Lärmschutzkataster einen Anteil lauter Fahrzeuge von 8.1% an der Zinggenstrasse ausweisst.

Zu den beiden neuen Messungen. Diese Messungen sind exakt eine Woche vor und eine Woche nach den Sommerferien, während der Homeoffice Empfehlung, gemacht worden. Deswegen sind diese Messungen bezüglich DTV nicht repräsentativ. Da sich der Schwerverkehr an der Zinggenstrasse hauptsächlich (wie auch von Ihnen bestätigt) von der Köppel Transport und Mulden AG ergibt, welche sich auf Baustellen Transporte spezialisiert hat, ist auch der Schwerverkehrsanteil zu diesem Zeitpunkt nicht unbedingt repräsentativ, da viele Baustellen kurz vor und nach den Sommerferien aufgrund Ferien stillstehen.

Aber gehen wir mal davon aus, dass Sie recht haben und das gemeindeeigenen Gerät den Schwerverkehrsanteil nicht korrekt misst. Da die Messungen von 2011 und 2014 auch mit dem Messinstrument der Gemeinde durchgeführt wurden, sind diese bzgl. Schwerverkehrsanteil auch zu hinterfragen. 2014 wurde ja von Ihnen selbst, bereits hinterfragt…

Dadurch ist es nicht möglich abzuschätzen wie sich der Schwerverkehr an der Zinggenstrasse entwickelt hat, was ja ursprünglich die Idee dieser neuen Messungen war.

Alles was zum Beurteilen bleibt ist die Geschwindigkeit. V-85 von 48kmh ist für eine Erschliessungsstrasse doch sehr schnell. Zum Vergleich, die neue Bahnhofstrasse hat einen V-85 von 46kmh. Das heisst an der Zinggenstrasse wird 50m nach bzw. vor einem Rechtsvortritt durchschnittlich schneller gefahren als auf der Hauptstrasse!

Das überrascht doch sehr, da Sie an einer anderen Stelle in diesem Wikipedia folgendes geschrieben haben:

«Die bei der Zinggen-/Balgacherstrasse gewählte Lösung zur Verkehrsberuhigung war in den 80er Jahren in der Ostschweiz seinerzeit ein Novum und hat sich im Grundsatz bewährt. Die Durchfahrtsgeschwindigkeit der Autos konnte auf diesem Strassenstück und anderen beruhigten Strassenabschnitten merklich reduziert werden»

Anscheinend waren die alten gepflasterten vertikalen Versätze, die man aufgrund starker Vibrationen zu Asphalt umgebaut hat, bzgl. Temporeduktion effektiver. Verstehen Sie mich nicht falsch, die gepflasterten «Hubel» will hier niemand zurück. Aber durch die Anpassung wird anscheinend schneller gefahren. Seitdem wurde ja nicht mehr gemessen.

Das ist meine Interpretation der Verkehrszahlen.

Wie interpretiert das Gemeindeamt denn jetzt die Verkehrszahlen?

Da Sie eingangs folgendes geschrieben haben:

«Die Auswertung des Zahlenmaterials wird zeigen, ob weitere Verkehrsberuhigungsmassnahmen auf diesem Strassenstück notwendig sind. »

Sind nun weitere Verkehrsberuhigungsmassnahmen notwendig oder nicht?

anonym, 31/01/2021 12:09, 05/10/2021 11:29

Grüezi, inwiefern hat Ortsplanung auch mit Lärmschutzplanung zu tun, bspw. in Bezug auf Fluglärm? Praktisch wöchentlich, teilweise mehrmals täglich dreht ein Sportflieger seine Kapriolen über Widnau. Gemäss BAZL ist dies legitim. Der Flugplatz Altenrhein kann nichts unternehmen und das Fliegermuseum Altenrhein findet für dieses Anliegen kein Gehör, obwohl es deren Flugzeuge betrifft. Mich würde interessieren, ob sich auch andere Bewohner dadurch gestört fühlen. Eine Gefährdung der Bewohner eines Wohngebietes ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Besten Dank.

anha, 10/02/2021 13:37, 25/04/2021 16:45

Die Ausscheidung von Flugverbotszonen über Widnau oder Teilen davon ist im Rahmen der Revision der Ortsplanung nicht zulässig. Gemäss Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) gilt für Flugzeuge über dicht besiedeltem Gebiet eine Mindestflughöhe von 300 m über Grund und im nicht besiedeltem Gebiet eine solche von 150 m. Es gibt für Flüge keine zeitlichen Einschränkungen während des Tages. Dies bedeutet, dass der Lärm des „Sportfliegers“ zu tolerieren ist. Falls Sie den Piloten des Sportfliegers oder dessen Aviatikverein kennen, wäre vielleicht ein klärendes Gespräch zur Reduktion der Lärmimmissionen förderlich.

anonym, 26/02/2021 11:56, 25/04/2021 16:45

Du bist nicht der einzige, der sich massiv gestört fühlt. Hier ist es ein ganzes Quartier, dass den Fluglärm kaum mehr aushält. Es gibt Leute, die benutzen deshalb tägsüber Oropax und/oder einen Gehörschutz. Kein Witz!

Es sind nicht nur die Kunstflieger und Helikopter. Warum z.B. eine Turbo Porter (Pilatus PC-6) praktisch jeden Tag 3.5 Stunden über Widnau kreist ist uns allen ein grosses Rätsel. Richtig: 3.5 Stunden, praktisch jeden Tag! Es ist zum wahnsinnig werden.

anonym, 19/03/2021 15:00, 25/04/2021 16:45

Hallo, „Es sind nicht nur die Kunstflieger und Helikopter. Warum z.B. eine Turbo Porter (Pilatus PC-6) praktisch jeden Tag 3.5 Stunden über Widnau kreist ist uns allen ein grosses Rätsel. Richtig: 3.5 Stunden, praktisch jeden Tag! Es ist zum wahnsinnig werden.“

Da würde ich doch mal auf die Fallschirmspringer aus Hohenems tippen. Ich würde doch dort mal anfragen, ob nicht verschiedene Start und Lande Anflüge möglich sind.

LG

anonym, 23/04/2021 13:21, 02/06/2021 19:56

Eine Reklamation beim Flughafen Hohenems hat folgendes Ergeben:

„Zumindest jetzt bis 16.00 loc. haben sie jetzt Ruhe von uns. In dieser Zeit müssen wir an Sonn- und Feiertagen ohnedies eine Sperrzeit von 12.30 bis 16.00 Uhr einhalten. …… Im Union Paraclub Silvretta sind auch viele Schweizer Springer, trotzdem sind wir bemüht die jeweiligen Steigrouten abzuwechseln um die zweifelsohne vorhandene Lärmbelästigung in Grenzen zu halten.“

Bei der Fliegerei ist es natürlich klar, dass ein einziger Lärm für alle generiert. Weit aus nervender sind die „schlagenden“ Helikopter. Diese haben meistens keinen Transponder dabei, sodass ein Dokumentieren bei nicht eingehaltener Mindestflughöhe mangels Beweisen nicht möglich ist.

Wie viele hier ist es einfach zu viel. Die internationale Luftstrasse (Breite zirka Horn bis Rüthi) ist eine der meistbeflogenen Flugstrassen Europas. Dies ist aber schon immer so. Diese Stören aufgrund der Höhe viel weniger. Ein Nachmittag auf der Terrasse im 3. Stock ist bei uns sehr unangenehm. Man hört Tag und Nacht die Autobahn, dann hats ein Drohnenpilot der gerne Terrassen besichtigt und dann Richtung Dorfmitte ausserhalb Sichtweite verschwindet und zwischendurch „rauscht“ der Dampfgenerator bei Fa.Rauch im Störfall (auch nachts) mal bis zu einer halben Stunde durch. Schlafen bei offenem Fenster geht nicht.

Ich gebe zu, ich bin auf Lärm besonders empfindlich. Mein Pech und wir werden wohl wegziehen.

anonym, 21/06/2021 12:03, 11/08/2021 08:48

Ich lasse mich von Ihnen inspieren und werde des Fluglärms wegen ebenfalls wegziehen sobald ich die Möglichkeit habe.

Möchte noch ergänzen, dass eine Reklamation beim Flughafen Hohenems noch nie was gefruchtet hat. Das haben andere schon vergeblich versucht. So wird z.B. seit 9 Jahren regelmässig darauf hingewiesen, dass runnd ein Drittel (sic!) aller Flugzeuge den Flughafen Hohenems illegal anfliegt. Illegal heisst: zu tief über Schweizer Boden. Passiert ist während all dieser Jahre nie was.

Und noch was zum Union Paraclub Silvretta. Hier wurden Sie- wie schon fast üblich vom Union Paraclub Silvretta- falsch informiert. Deren Flieger ist lärmmüssig m.E. einer der hässlichsten weltweit. Leider fliegt das Teil nicht erst ab 16.00 Uhr, sondern von morgens früh bis abends 20.00 Uhr.

anonym, 24/03/2021 16:28, 25/04/2021 16:46

Bei den lästigen lärmenden Akrobatik Fliegern über Widnau handelt es sich meisten um wiederkehrende Übeltäter, die diesen ekelerregenden Lärm verursachen. Die Kennzeichen der Verursacherflieger sind aus dem App: - Flightradar24 - mit den Kennzeichen zu eruieren: HB-KHN, / HB-HMU, / N9750N, / HB-KMN, / EA230 N9750N

anonym, 18/12/2020 14:38, 26/02/2021 11:58

Die Ortsplanung Widnau darf nicht nur durch eine kleine Gruppe, welche sich für eine „urbane“ Verdichtung ausspricht, dominiert werden. Vielmehr soll die (noch) hohe Wohn- und Lebensqualität im Fokus bleiben und stehen und als Grundsatz verfolgt werden.

Es wäre wünschenswert, dass auch Meinungen von Kritikern miteinbezogen werden, so dass keine einseitige Planung entsteht.

anha, 23/12/2020 15:26, 26/02/2021 11:59

Gemäss dem neuen Planungs- und Baugesetz (PBG) gehört die Ortsplanung zu den Aufgaben des Gemeinderates. Die Gemeinden haben innert 10 Jahren seit Inkraft-treten des PBG den Zonenplan und das Baureglement an das neue PBG anzupassen. Im Hinblick auf die Komplexität der Aufgaben hat der Gemeinderat eine einfache und effiziente Projektorganisation gewählt in der auf verschiedenen Stufen eine intensive Diskussion der verschiedenen Themen erfolgt. Eine kleine Arbeitsgruppe bestehend aus Behördenmitgliedern und Mitarbeitenden aus der Verwaltung bearbeitet zusammen mit dem Raumplanungsbüro für die verschiedenen Aufgaben Lösungsvorschläge. Diese werden nachher einem eingesetzten Fachrat, in dem externe Architekten und Fachplaner Einsitz haben, zur kritischen Beurteilung vorgelegt. Anschliessend wird das Schlussergebnis im Gemeinderat diskutiert und falls nötig darüber entschieden. Schlussendlich erfolgen die Kommunikation und die Mitwirkung der Öffentlichkeit. Sobald es die Situation erlaubt, wird der Rat dann gerne zu Live-Veranstaltungen und Diskussionen einladen.

Die Mitwirkung und die Kommunikation über den Verlauf der Ortsplanungsrevision sind dem Gemeinderat sehr wichtig. Leider liess Covid-19 die geplanten Informationsveranstaltungen und Stammtischrunden im 2020 nicht zu. In diesen Formaten hätte der Rat gerne den direkten Austausch mit den Einwohnerinnen und Einwohnern gepflegt. Infolge der anhaltenden Covid-19-Situation sehen wir vor, im nächsten Jahr zusätzlich digitale Informationsanlässe zu organisieren, um über den Stand der Ortsplanung zu informieren.

anonym, 08/12/2020 14:20, 26/02/2021 11:59

Hopp mitenand Im vorgezeichneten Gebiet „der hohen Dichten an Wohnnutzung“ finden sich kaum Verweilweilort/-plätze. Deshalb folgenden Vorschlag: Freihalten des Areals des ehemaligen Schulhauses Nefenfeld als Verweilort (mit entsprechender Gestaltung Spielplatz/Freizeitsportmöglichkeit in kleinerem Rahmen, allenfalls Pavillon/Begegnungsmöglichkeit für alle Generationen, insbesondere auch grüne Schattenspender (kein Platz wie beim Manor/Post Heerbrugg). Die hohe Dichte an Wohnraum bedarf meines Erachtens ebenfalls solcher Grün-/Verweilzonen zumal die Bauherrschaft von Wohnblocks kaum solche Anlagen für die Allgemeinheit erstellt und sich das Areal bereits im Besitz der Gemeinde befindet ist die Umsetzung relativ kostengünstig zu verwirklichen.

anonym, 24/11/2020 08:16, 23/12/2020 15:39

Widnau braucht eine Autobahnausfahrt Nord- und Süd. Somit würde man den Verkehr nach Diepoldsau ein wenig entlasten - zusätzlich wäre das ein Vorteil für die Industrie.

anha, 16/12/2020 11:48, 26/02/2021 11:59

Im Zusammenhang mit der Erneuerung der Rheinbrücke, welche Au und Lustenau verbindet, wird geprüft, wie der Verkehrsfluss verbessert werden kann. Hiezu gehört auch eine allfällige Entflechtung der Autobahnein- und -ausfahrten mit dem Zoll in Au. Zur Verkehrsentlastung des Dorfzentrums von Au wurde das Projekt: direkte Anbindung der Espenstrasse ab Oberfahr an das Anschlussbauwerk der A13 ins Agglomerationsprogramm Rheintal aufgenommen.

Zur Verbesserung der Situation in Diepoldsau werden Lösungen im Rahmen der Netzstrategie für den Raum Diepoldsau, Hohenems, Altach, Mäder, Kriessern (DHAMKI) evaluiert. Details zu diesem Projekt gibt es auf der Homepage: https://www.agglomeration-rheintal.org/de/agglomerationsprogramm/mobilitaet.html.

Eine eigene Autobahnausfahrt Nord und Süd für Widnau ist unrealistisch.

Die Planungshoheit für Nationalstrassen liegt beim Bund.

brwe, 29/07/2020 11:39

Namensnennung in Diskussionsbeiträgen:

Die Diskussionsbeiträge im Ortsplanungs-Wiki sind anonym. Um eine Frage zu stellen, einen Vorschlag zu machen oder eine Meinung kundzutun, sind keine persönlichen Angaben nötig.

Bitte nennen Sie auch in Ihrem Beitrag Ihren Namen nicht, denn wir können keine Identitätsprüfung machen, deshalb wären falsche Namensnennungen nicht erkennbar. Ihr Beitrag ist uns auch ohne Namensnennung wichtig. Besten Dank.

anonym, 21/07/2020 13:50, 21/07/2020 14:47

Ich möchte vorerst einige Tatsachen zur Weltlage sagen:

Vor wenigen Tagen zeigte man am TV die prekäre Lage der Insekten. Forschungen in Deutschland zeigen ein düsteres Bild. Schuld sind grosse Verluste an Lebensräumen, wegen Pestiziden und riesige Monokulturen in der Landwirtschaft.

Im Migros-Magazin wird die schwierige Lage der Wale und der Fische in den Weltmeeren erwähnt. Unterwasserlärm und andere Einflüsse verunsichern die Wale, zudem werden die Fische zu intensiv ausgefischt. Plastikmüll und Mikroplastik verschmutzt das Meer.

Die Biodiversität (Naturvielfalt) ist in einem desolaten Zustand. Viele Tiere und Pflanzen setzt man auf „Rote Listen“. Beachten sie meine Feststellung in meinem beiliegenden Leserbrief der ausgemerzten Vogelarten nur von unserem Rheintal. Wir, der Homo sapiens hat das fertiggebracht.

Magerwiesen und Moore haben wir massiv zurückgedrängt und damit spezielle Tiere und Pflanzen zum aussterben oder fast zum aussterben gebracht.

Kürzlich konnte man, auch am TV, das massive Abholzen der Wälder in Rumänien und anderen Staaten beobachten. Mit dem Holz werden zum Teil Billigmöbel, quasi Wegwerfmöbel mit kurzer Lebensdauer hergestellt. Was mit dem Urwald in Brasilien geschieht ist zum Schreien.

Nebst verschiedenen Ursachen sind diese Zustände besonders dem Bevölkerungswachstum zuzuschreiben. Jährlich leben gegen 80 Millionen Menschen mehr auf unserem nicht grösser werdenden Erdball. Ich wünsche mir , dass die Regierungen, die UNO, die Hilfswerke, die Kirchen(Religionen) dieses Wachstum stoppen können. Bravo: Die reine schweizerische Bevölkerung hat 2019 ganz leicht abgenommen. Der Geburtenüberschuss der Ausländer hat aber zu einem weitern Wachstum geführt.

Bitte beachten sie meinen separat per E-Mail zugesendeten Leserbrief https://widnau.org/projekte/lib/exe/fetch.php?media=wiki:projekt_revision_ortsplanung:qualitative_gesundschrumpfung.pdf.

anonym, 27/07/2020 18:15, 28/07/2020 18:11

Dem sehr gut geschilderten, leider wahren Istzustand auf diesem Planeten und der nüchternen und erschreckenden Analyse zu dem Zustand unserer Umwelt ist nichts hinzuzufügen. $Der Inhalt könnte höchstens noch um unzählige Fakten, Berichte und aktuelle Zustände erweitert werden.

Einzig Handeln kann dem unaufhaltsamen Zerfall und letztlich dem Kollaps noch entgegenwirken. Mit der Revision der Ortsplanung ist haben wir es in der Hand, dass Handeln auf lokaler, bestenfalls regionaler Ebene möglich wird. Wenn im Zuge der neuen Ortsplanung die richtigen Entscheide gefällt werden, kann diese Generation, sicher aber die nächste Generation vieles zum Guten wenden.

Der Verlust an Biodiversität ist das eine. Hier gibt es Zahlen und Fakten, die kein Aufschub mehr vertragen. Selbst der Kanton sieht dies als erwiesen an. In seiner Strategie 2018-2025 fest: «Die Sorge um die Zukunft der Naturwerte ist berechtigt». Der Kanton beschloss entsprechende Massnahmen.

  • Attraktive Lebensraumvielfalt durch Sanierung, Förderung Schaffung und Aufwertung
  • Reichhaltige Artenvielfalt durch Erarbeiten und Umsetzen von Förderprogrammen
  • Optimierung des Vollzuges: Überprüfen von Verordnungen und Einleiten von Massnahmen.

Dies Alles muss allerding auch durch die Gemeinden verordnet und umgesetzt werden.

Die Sorge um das Klima ist das andere. Die Schweiz hat sich verpflichtet mitzuhelfen, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Gard zu senken. Hier ist die Besorgnis noch nicht bei Allen angekommen. Wenig bis gar nicht wurde bis heute dem engegengesetzt. Hochwasser wird das wohl am gravierenste Problem unserer nahen Zukunft sein. Dicht gefolgt von Hitzewellen und Dürren, die uns dazu zwingen werden, unseren Lebensstandard, unsere Lebensweis anzupassen, respektiv ungewohnt zu ändern.

Was beide Szenarien und weitere, hier nicht aufgeführten, für Auswirkungen haben werden, lässt sich leider nur erahnen. Darum gilt auch hier, global denken und lokal handeln.

Meine Hoffnung ist, dass sich möglichst viele Widnauer/innen mit diesen Themen auseinandersetzen. Im bevorstehenden Findungsprozess kann sich jederman/frau mit Ideen/Forderungen einbringen und die Chance nutzen, der Gemeindeführung aufzuzeigen, was für uns und unsere nächste Generation wichtig und richtig ist.

Dem Gemeindegremium wünsche ich die nötige Weitsicht, den Mut und den Durchhaltewillen, die nötigen Veränderungen aufzugleisen und umzusetzen.

anonym, 11/07/2020 12:40
Respekt! Diese Art der Bürgerinnenbeteiligung hätte ich mir schon längst gewünscht. Statt der drögen Infoabende mit 20 Nasen. Danke!
anonym, 11/07/2020 14:27, 13/07/2020 11:16
Zwei Kommentare zum Thema "IP-Adressen":

Anonym? Weshalb wird denn die IP Adresse gespeichert? So ist es z.B. über Rhi Seez Net ein Kinderspiel, die Personen herauszufinden. Viele Grüsse vom Datenschützer!

Wie anyonym sind die Beiträge nun wirklich?
Ich erkenne in den Usernamen eine IP Adresse.
Der Datenschützer lässt grüssen ... :-(
brwe, 13/07/2020 18:17
Vielen Dank für Ihren Hinweis!

Es war ungeschickt von uns, die Anzeige der IP-Adresse zu belassen und damit Ängste heraufzubeschwören. Wir haben das geändert.

Die Frage, ob die IP-Adressen Personendaten darstellen, wird in der Literatur seit langem kontrovers diskutiert. Eine IP-Adresse identifiziert ja nur einen Internetanschluss, z.B. einen Haushalt, ein Restaurant oder ein Unternehmen, nicht aber ein einzelnes Familienmitglied, einen Gast oder eine MitarbeiterIn. Ausserdem sind die meisten IP-Adressen dynamisch, weshalb z.B. einem Haushalt nicht immer die gleiche IP-Adresse zugeordnet ist. Diese Daten darf ein Internet Service Provider wie z.B. Rii Seez Net auch nur im Rahmen einer Strafuntersuchung bekannt geben.

Allerdings hat das Bundesgericht in einem Urteil vom 8. September 2010 [[https://www.servat.unibe.ch/dfr/bge/c2136508.html]] festgehalten, dass IP-Adressen unter Umständen als Personendaten im Sinn des (Schweizer) Datenschutzgesetzes zu betrachten sind.

Das bedeutet nun aber nicht, dass die Anzeige der IP-Adresse (wie das in vielen Wikis üblich ist) in jedem Fall eine Verletzung des Datenschutzgesetzes darstellt. Aber in unserem Fall ist es sicher angezeigt, Ihrem Hinweis zu folgen und die Anzeige zu ändern.
anha, 15/07/2020 11:04
Wir versuchen einen neuen Weg zu gehen, um die Einwohnerinnen und Einwohner in die umfangreichen Arbeiten der Ortsplanungsrevision einzubeziehen.

Mit unserem Ortsplanungs-Wiki erhält die Bevölkerung die Möglichkeit, laufend Ideen und Anregungen einzubringen und unsere Vorstellungen und Zielsetzungen für die Ortsplanungsrevision zu kommentieren. Wir freuen uns, wenn auf unserem Ortsplanungs-Wiki ein konstruktiver Informationsaustausch entsteht.
anonym, 14/06/2020 13:01
Gibt es in Widnau schon Strassen mit einer 30-iger Tempobegrenzung - und wenn nein, warum nicht?
anha, 24/06/2020 16:10
Der Gemeinderat hat sich vertieft mit der Einführung von Tempo 30-Zonen auseinander gesetzt. Er hat auch die verkehrstechnischen Rahmenbedingungen und die Erfahrungen in anderen Gemeinden im Kanton St. Gallen ausgewertet. Angesichts der Auflagen, die im Kanton St. Gallen mit der Einrichtung einer 30er-Zone verbunden sind, hat sich der Rat gegen die flächendeckende Einführung solcher Zonen entschieden. Er verfolgt vielmehr die Strategie, an gefährlichen Stellen und Strassen-abschnitten mit punktuellen, massgeschneiderten Massnahmen (z.B. Verengungen) gezielt die Fahrgeschwindigkeit zu reduzieren. Mit der Wahl der richtigen Abstände zwischen den verschiedenen Elementen kann die Geschwindigkeit über längere Distanzen reduziert werden. Dieses System wird in Widnau schon seit Jahren konsequent umgesetzt. Mit Tempomessungen kontrolliert und evaluiert die Gemeinde ihre Massnahmen zur Verkehrsverlangsamung und –verstetigung. Und die Messungen belegen: Die Massnahmen zeigen Erfolg.
anonym, 12/11/2020 19:35, 24/03/2021 19:48

Ich bin der Meinung, dass mit Verengungen leider mehr Gefahr als Entlastung erzeugt wird. Als täglicher Buspendler habe ich an der Verengung Rheinstrasse - Girlen (Haltestelle Girlen) schon haarsträubende Beobachtungen machen müssen. Die Verengungen haben eher den Effekt, dass vor dem Gegenverkehr noch schnell Gas gegeben wird bei oftmals gleichzeitiger Nichtbeachtung eines Fussgängers, der wartend am Zebrastreifen steht.

Ausserdem sehe ich nicht, dass Verengungen die Geschwindigkeit -wiederum auf der Rheinstrasse - nachhaltig zu reduzieren vermag. Dafür sind die Verengungen zuweit auseinander.

Abschliessend ist mir nicht ganz klar, weshalb Widnau in Sachen 30er-Zone einen eigenen Weg beschreiten muss, wo doch die 30er-Zonen in den Nachbargemeinden florieren und auch bei der Bevölkerung beliebt sind, zumal diese Gemeinden die Implementierung solcher Zonen wohl ebenfalls vorgängig sondiert haben - sprich Erfahrungen anderer Gemeinden ausgewertet haben.

anha, 24/11/2020 15:56, 24/03/2021 19:48

Was die Schaffung von Tempo 30 Zonen betrifft, verfolgen wir in Widnau eine andere Strategie als andere Gemeinden. Wir möchten den Verkehr an gefährlichen Stellen mit punktuellen, massgeschneiderten Massnahmen verlangsamen. Diese Lösungen werden in Widnau seit Jahren umgesetzt und haben sich bewährt. Dies zeigen Geschwindigkeitsmessungen oder Unfallstatistiken. Es ist aber kein „Allerheilmittel“. Die von Ihnen angesprochenen, gefährlichen Situationen gibt es tatsächlich. Dies hängt damit zusammen, dass die Verkehrsberuhigungselemente relativ weit auseinander liegen. Im Rahmen der Sanierung der Neugasse prüfen wir den Einbau von einem neuen Verkehrsberuhigungselement, das die Velofahrer/innen gegenüber dem Autofahrer bevorzugen soll. Bei dieser Lösung würden die Velofahrer/innen direkt zwischen Trottoir und Verkehrsberuhigungselement durchfahren. Ein Abdrängen der Velofahrer/innen durch den Autofahrer vor der Verkehrsberuhigung wäre nicht mehr möglich. Eine solche Lösung würde die Sicherheit für die Velofahrer/innen stark verbessern.

anonym, 08/06/2020 23:15
Im detaillierten Analysebericht vom 8.11.2019 wird auf Seite 23 die Prognose gemacht, wonach Widnau bis im Jahr 2040 mit circa 1800 bis 1900 zusätzlichen Einwohnern zu rechnen hat und im Jahr 2017 noch 15,2 Hektaren unbebaute Bauzonenflächen existierten. Deshalb seien zusätzliche Einzonungen in dieser Ortsplanungsrevision nicht vorgesehen.

Vorweg zu sagen, "sei nicht vorgesehen", ist meiner Meinung nach falsch. Wir Widnauer sollten sehr wohl darüber diskutieren. 152`000 Quadratmeter Boden reichen gerade einmal für 300 durchschnittliche Einfamilienhäuser. Viel Boden in Bauzonen wird nicht genutzt. Diese Grundeigentümer gesetzlich zum Verbauen oder Verkaufen zu zwingen, ist zwar gesetzlich möglich, aber fragwürdig. Dazu kommt noch die für einen effizienten Vermietungsmarkt geringe Quote an Leerwohnungen, die optimal etwa 2% betragen sollte.

All das führt nur zu einer Strategie des Abwartens, statt des Handelns. Zusätzliche Zonen sind absolut notwendig und auch an der Zeit. Auch Junge Leute wollen bauen, oder ein Objekt mieten können!
anha, 24/06/2020 15:57, 24/06/2020 16:07
Innenentwicklung ist in Widnau nichts Neues. Seit Jahren verfolgt die Gemeinde erfolgreich diese Strategie des Wachstums innerhalb von klaren Siedlungsgrenzen. Für eine massvolle bauliche Entwicklung in der Gemeinde braucht es nicht zwingend mehr Bauzonenfläche. Ziel ist es, zusätzlichen Bewohnerinnen und Bewohnern im bereits überbauten Gebiet qualitativ hochwertigen Wohnraum anbieten zu können. Das funktioniert, wenn auf den noch nicht bebauten Grundstücken intelligente Wohnkonzepte entwickelt werden. Zur Überbauung gezwungen wird in Widnau niemand. Die Bautätigkeit ist schon heute auf einem sehr hohen Niveau.

Den Traum vom Eigenheim kann man sich - nicht nur in Widnau - nicht mehr so einfach erfüllen wie vor 30 Jahren. Mit der Annahme der Revision des Raumplanungsgesetzes 2013 hat sich die Schweizer Bevölkerung für einen verstärkten Schutz der Landschaft, gegen die Zersiedlung und für eine Konzentration der baulichen Entwicklung auf Orte mit guter öV-Erschliessung ausgesprochen. Das heisst: In erster Priorität soll die Entwicklung innerhalb des bestehenden Siedlungsgebiets gefördert und auf Neueinzonungen verzichtet werden. Dies zum Schutz der Landschaft und um unseren Enkeln auch noch unverbaute Flächen zu überlassen. Diesen Grundsatz gilt es nun auf Gemeindeebene mit Augenmass umzusetzen.

Der Gemeinderat ist überzeugt, mit den vorhandenen Bauzonenreserven auch noch für die nächste Planungsperiode (die nächsten 15 Jahre) genügend Handlungsspielraum zu haben. Schon heute werden mehr als die Hälfte der Bauvorhaben nicht auf der «grünen Wiese» realisiert, sondern es werden bestehende Bauten durch Neubauten ersetzt. Wenn es gelingt, diese stetige Siedlungserneuerung dazu zu nutzen, laufend die Wohn- und damit die Lebensqualität zu verbessern, dann gewinnen alle.
anonym, 27/06/2020 09:58, 27/06/2020 10:26
Theorie und Praxis sind leider nicht immer kongruent! Was ist massvoll? Wer entscheidet darüber? In der Schweiz hat zum Glück das Volk das letzte Wort und nicht die Träger von Amt und Würden. Es mag lobenswert sein, schon heute an die Enkel zu denken, doch sollten dabei die Kinder nicht ausgelassen werden. Es mag in der Theorie auf dem Blatt genügend Raum geben, dessen Nutzung durch die Eigentümer kann aber nicht einfach als Prämisse gesehen werden. Für ein Paar, das in einem Einfamilienhaus wohnt, mag die Lebensqualität stimmen, doch für eine 5-köpfige Familie in einer 4,5-Zimmer-Wohnung sieht die Ausgangslage wohl anders aus. Unsere Vorfahren haben sogenanntes "Übriges Gemeindegebiet" aus gutem Grund konzipiert, nämlich um ihren Kindern und Enkeln Boden für ihr Eigenheim und ihr Gewerbe zu hinterlassen. Der Quadratmeterpreis ist nicht irrelevant. Und zuletzt kann nicht einfach von "grünen Flächen" geredet werden. Eine Differenzierung ist immer klug. Was dient der Artenvielfalt mehr? Ein Haus mit zahlreichen und verschiedenen Bäumen, Sträuchern und Blumen, oder ein Feld, auf dem Mais gepflanzt wird?
anha, 29/06/2020 13:39
Das Volk hat die Rahmenbedingungen für das neue Raumplanungsgesetz angenommen. Der Kanton hat die Vorgaben im neuen Bau- und Planungsgesetz umgesetzt. "Übriges Gemeindegebiet" gibt es nicht mehr. Diese Art der "Reservestellung" ist abgeschafft.
anonym, 01/07/2020 21:51
Das kann so nicht gesagt werden. Das Volk hat die Teilrevision des Raumplanungsgesetzes vom 15. Juni 2012 angenommen. Der Kanton hat die Vorgaben im neuen Planungs- und Baugesetz vom 5. Juli 2016 umgesetzt. "Übriges Gemeindegebiet" gibt es noch und zwar bis auch die Politische Gemeinde Widnau über einen neuen Richt- und Zonenplan entschieden hat. Soweit ich weiss, existieren der Richtplan 2001 und der Zonenplan vom 27. Oktober 1994 mit Nachführungen bis 20. Oktober 2017 noch. Diese Pläne sind sogar gleich hier oben auf dieser Seite unter Dokumente aufgeführt. Ein Blick hinein lohnt sich allemal. Diese Art der "Reservestellung" ist nach kantonalem Recht durch neue Instrumente abgelöst worden. In Art. 7 Abs. 3 lit. a gewährt der Kanton den Gemeinden sogar, die Zonenarten im Rahmen des Erlasses weiter differenzieren zu können. Aber das ist ein kleines terminologisches Detail. Der Sondernutzungsplan ist wesentlicher. Nach innen zu verdichten ist und bleibt die Priorität, das bestreitet wohl kaum jemand, doch Widnau wächst schneller als der Rest der Region. Ein Sondernutzungsplan lehnt sich dem Gesetz nach an die Boden-Auslastung. Für visionäre Köpfe, wie wir Widnauer doch sind, lohnt es sich schon heute, darüber nachzudenken.
anonym, 26/06/2020 09:09
Die Kantone Neuenburg, Freiburg und Wallis haben einen Leitfaden "Siedlungsentwicklung nach innen mit 32 Beispielen für Verdichtung in der Schweiz" vorgestellt, der sich an die Gemeinden und die breite Öffentlichkeit richtet.

Ich finde die Broschüre sehr informativ und anregend, um sich mit der neuen Philosophie der Raumplanung (Verdichtung, Bauen nach innen, Aufwertung) vertraut zu machen.

Quelle: [[https://www.fr.ch/de/raum-planung-und-bau/raum/siedlungsentwicklung-nach-innen]]
anonym, 27/06/2020 08:06, 27/06/2020 09:32
Ich finde auch die Schweizer Plattform für Innenentwicklung und Verdichtung [[https://www.densipedia.ch/]] als Informationsquelle sehr nützlich.
anha, 29/06/2020 13:37
Auch das Amt für Raumentwicklung des Kantons St.Gallen hat eine Broschüre erstellt zum Thema: Siedlungsentwicklung nach innen (https://www.sg.ch/bauen/raumentwicklung/ortsplanung/siedlungsentwicklungnachinnen.html).
anonym, 08/06/2020 14:56
wo finde ich die Definitionen von:
- Sammelstrasse
- Erschliessungsstrasse
anonym, 08/06/2020 19:46
Erschliessungsstrassen werden für Tempo 20, allenfalls für Tempo 30 konzipiert. Die Fahrbahnbreite wird so gewählt, dass der Begegnungsfall von PW - PW ab- gedeckt werden kann.

Sammelstrassen werden in der Regel für Tempo 30 konzipiert. Sammelstrassen werden in der Regel mit einseitigem Trottoir ausgestattet. Die Fahrbahnbreite wird so gewählt, dass der Begegnungsfall von PW - LKW abgedeckt werden kann.

Diese und weitere Definitionen habe ich in der Broschüre "Begegnungsfälle und Fahrbahnbreiten" von "Fussverkehr Schweiz" gefunden. Link: [[https://fussverkehr.ch/wordpress/wp-content/uploads/2018/07/FB_Begegnungsfälle_20170223.pdf]]
anonym, 11/05/2020 12:28, 26/06/2020 11:16
Was kostet dieses Wiki die SteuerzahlerInnen?
brwe, 11/05/2020 12:34
Die Open Source Software "DokuWiki" ist kostenlos und der Server, auf dem sie läuft, war schon vorher in Betrieb.
Die externe Unterstützung erfolgt ehrenamtlich, und der zusätzliche Aufwand für die Moderation der Diskussionen erfolgt im Rahmen des Projekts Ortsplanungsrevision.
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wiki/projekt_revision_ortsplanung/revision_ortsplanung.txt · Zuletzt geändert: 05/10/2021 11:30 von brwe